
Ich packe jetzt mal meinen Kram und bewege mich anschließend rechtzeitig zu Soundcheck und Dinner in den Stage Club. Feiert schön, und seid gut zu denen, die es verdient haben. Wir sehen uns in Nullneun.

ZEIT ONLINE: Sie sitzen im Aufsichtsrat der GEMA. Was bedeutet die Unterscheidung in E- und U-Musik in Bezug auf Jazz?
Doldinger: Was die Aufführungspraxis angeht, fällt der Jazz unter die Unterhaltungsmusik. Aber ich habe bewirken können, dass wir wenigstens in der Ausschüttung für normale Live-Veranstaltungen das Doppelte von dem bekommen, was ein Schlagerkomponist für die Aufführung seines Werkes erhält.
ZEIT ONLINE: Wie das?
Doldinger: Die Begründung hierfür liegt im kulturellen Wert des Jazz, aber auch in der Tatsache, dass man mit einer Jazzgruppe weitaus weniger Stücke zur Aufführung bringt als eine Unterhaltungsschlagerband. Wir spielen in der Regel in einem Konzert 16 bis 18 Stücke. Es gibt aber Jazzgruppen, die in einem Konzert vielleicht nur sieben oder acht spielen, bedingt durch die Länge der Stücke. Da die Ausschüttung nach Anzahl der Aufführungen pro Werk vorgenommen wird, kann man leicht nachvollziehen, dass der Jazzkünstler da benachteiligt ist.
"Public Enemy? Die gibt's noch? Die fand ich ja damals echt scheiße. Mein Sohn hat die immer gehört."
(unser Taxifahrer auf dem Weg zur Großen Freiheit)