Sonntag, 30. November 2008

Kanyes Bastelstunde

Hier erahnt man übrigens ganz gut, was ich mit Pappmaché meinte. Leider finde ich kein realistisches Foto vom Monster.

EDIT: Anschnallen! Das Gruselmonster in Action!

Knight Rider vs. Godzilla - das Musical, oder: Kanye im Wunderland

Erlebnisbericht für Hamburgfunk über Kanye West und seine "Glow in the Dark"-Show. Das hier geschah am Freitag nach einem schmackhaften Büffet, zu dem ein rot leuchtender Mobilfunkkonzern geladen hatte.

Die Welt ist am Arsch. Nichts geht mehr. Und nur einer kann noch helfen: Kanye West. Doch dummerweise geht das gerade nicht, weil er irgendwo im Weltall unterwegs war (wieso eigentlich?) und auf dem Weg zur Erde auf einem unbekannten Planeten verunfallt ist. Da sitzt er nun also fest, mit einem überlebensgroßen Raumschiff-Cockpit im Bühnenbild, das ein bisschen nach K.I.T.T. aussieht, und mit einem Bordcomputer namens Jane, der nicht besonders viel auf die Reihe kriegt, außer regelmäßig zu versichern, wie wichtig es doch ist, die Welt zu retten ("You're the brightest star in the universe, Mr. West!"). Das ist also die Ausgangssituation für "Glow in the Dark" – so weit, so egozentrisch.

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In der Color Line Arena breitet sich im Halbdunkel eine triste Mondlandschaft als Bühnenbild aus, der unrasierte Raumfahrer namens Mr. West eröffnet mit ein paar inbrünstig vorgetragenen Songs zwischen Melancholie und Hoffnung, während der monströse Bildschirm, der den kompletten Bühnenhintergrund einnimmt, latent kitschige Planetenanimationen im Windows-Bildschirmschoner-Look zum besten gibt. "Through the Wire" ("Remember, Mr. West, this is not your first crash") wird so etwas wie ein erster Höhepunkt, in dem Kanye gleich die zweite Strophe versemmelt, sich aber recht souverän freestylend bis zum Chorus rettet. Erst bei "Get 'em High", nach gut 25 Minuten, fährt eine hydraulische Bühne die bislang nicht existente Band so weit nach oben, dass man von ihrer Anwesenheit erfährt: Das Zentrum bilden vier heftig ackernde Percussionisten, flankiert von etwas Gesang, Tasten und Gitarre, durchgehend mit Weltraumhelmen maskiert und konsequent namenlos. Ganz links außen erahnt man sogar DJ Craze. Aber es geht ja auch um Kanyeezy, das darf man nicht vergessen. Eine Minute später ist die Band vorerst wieder unten und verbringt den Rest der Show wie im Aufzug.

Nach zwei Anläufen zu "Diamonds" sitzen die Texte wieder, es setzt hin und wieder etwas Feuerwerk und mehr bunte Bilder im Hintergrund, bis Kanye plötzlich heldenhaft einen überdimensionalen Weltraumwurm bekämpfen muss. Ab diesem Zeitpunkt verfestigt sich mein Eindruck, dass hier die Augsburger Puppenkiste ihre Bühnenbilder im Spiel haben muss. Alles wäre gerne krass, futuristisch und beeindruckend, aber sobald es mal etwas heller wird, bleibt der Beigeschmack von Pappmaché. Letztlich kann uns das aber auch egal sein: Rund 6000 Fans in der Arena sind doch eher der gültige Maßstab, und die zeigen sich bestens unterhalten und feiern einen sichtlich auftauenden Kanye, der rührend versucht, den roten Faden seines Egomusicals zu verfolgen: "Jane, you can't do anything. I'm lonely … I just need some pussy." – "Oh, maybe I can help you with that." – Auf dem Bildschirm räkelt sich plötzlich eine pixelige Bikinischönheit aus Gold und alle singen "Gold Digger" auf einem fremden Planeten. Dramaturgie rules okay.

Bis irgendwann vor lauter Auftauen die Kernschmelze einsetzt: Irgendwann, kurz nach dem gewaltigen "Stronger", verlässt Mr. West den gesicherten Wanderpfad des Drehbuchs und setzt zu einem nicht enden wollenden Monolog Hayes'schen Ausmaßes an, spricht über die Wichtigkeit künstlerischer Selbstverwirklichung, darüber, wie sehr es ihn verletzt, ständig für seine neuen Autotune-Spielereien angefeindet zu werden, über ignorante Hamburger Radiointerviewer ("I heard your new album today – do you regret what you did?") und darüber, dass seine Vision wichtiger ist als HipHop und Rap und überhaupt alles. Er verfällt ins Singen, predigt von Change und von Liebe und von Kanye West, verschwindet irgendwann, nach sieben, acht, neun Minuten Monolog von der Bühne und hinterlässt eine Mischung aus hingebungsvollen Jüngern und offenen Mündern. Vorhang.

Und er kommt wieder. Nicht nur für die erwartete Zugabe (in Oberhausen war "Love Lockdown" das einzige Stück vom neuen Album), sondern zunächst mit weiteren Nummern, auf die weder die Band noch die Visuals wirklich vorbereitet sind. Alles wird bis zum Zerreißen in die Länge gezogen, Rap ist egal, Kanye singt jetzt fast nur noch, ob Texte, Monologe oder wirr improvisierte Parts voller Pathos, die auch seine Band unter den Helmen nur noch fassungslos zu beobachten scheint. Nicht nur die versammelte Journaille tauscht in ihrem Block entsetzte Blicke aus, ein paar Mitarbeiter der Plattenfirma gehen schon mal rauchen und ich schwanke zwischen Lachkrämpfen und sprachlosem Starren – so offenkundig einen Fick zu geben und seinen Film zu fahren, ist irgendwie bewundernswert und beängstigend zugleich. "Love Lockdown" mutiert zum abschließenden Zehnminüter, bei dem sich Kanye selbst an die Drums begibt, wenn er gerade nicht singt, und offenkundig keine große Lust hat, diese Show zu beenden. Aus geplanten 90 Minuten Konzert werden deutlich über zwei Stunden, und nach dem x-ten Chorus fällt doch der Vorhang, während der "brightest star in the universe" sich wieder in seine Umlaufbahn begibt. Gute Reise, Mr. West.

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Fotos: Vodafone Music Unlimited

Freitag, 28. November 2008

Kein Unfall ist auch ein Unfall

Das ist jetzt zugegebenermaßen völlig willkürlich … aber von der reißerisch aufgemachten Nullnachricht über das frei erfundene kool-savas-hatte-autounfall in der URL bis hin zu den niedlich vollidiotischen Kommentaren von 14-Jährigen ("wie dumm muss man sein, um 2x in einen schneesturm zu geraten???"): Das ist eine rundum gelungene Newsmeldung. Danke.

Donnerstag, 27. November 2008

Belleruche - Anything You Want (Not That)



Immer wieder schön, diese Band.

(Video gefunden beim Soulkombinat)

Zu den Wurzeln

Die Roots? Fresh as ever. Hatten sichtlich Spaß, haben Spaß gemacht, und irgendwann in der gut zweistündigen Show kam plötzlich sogar MC Lyte für ein paar Tunes vorbei, die offenbar gerade in Hamburg abhängt, weil sie Samstag einen bizarren Auftritt am Berliner Tor hat.

Ich glaube, mit jeder Roots-Show werde ich mehr zum Fan von Black Thought. Ein unprätentiöser Typ in schwarzen Klamotten, die Cap tief im Gesicht, keine großen Gesten, kein kiloschweres Bling, kein dummes Gelaber – nur ein Tier am Mic, das auf die Bühne kommt und geile Sachen macht, anstatt den ganzen Tag darüber zu reden. Wenn die ganze Band rockt, kann der Frontmann eben auch in aller Bescheidenheit dope sein.

Abschließend fand ich auch ?uestloves DJ-Set im Baalsaal ziemlich gut und sympathisch, auch wenn ich ihn für "Walking on Sunshine" gerne verkloppt hätte. Aber irgendwas ist ja immer.

Mittwoch, 26. November 2008

Mischpult sucht neues Zuhause

Ich habe übrigens einen Rane TTM 56 übrig, der ein liebevolles neues Herrchen oder Frauchen sucht. (Ist ja bald Weihnachten, denkt an Eure Liebsten.) Bei Bedarf für alles weitere bitte per Mail oder in den Kommentaren melden. Fragen koscht nix. Go shopping!

Dienstag, 25. November 2008

Platten, in Kürze

Osaka Monaurail "Amen Brother" (Unique/Groove Attack)
Dass diese Band auf der Bühne schwer zu toppen ist, habe ich ja wohl schon erwähnt. Dementsprechend ist "Amen Brother", ein Konzeptalbum aus "funk instrumentals from way back in the day", natürlich musikalisch ziemlich makellos, schafft es aber nicht ansatzweise, die Power dieser Band zu konservieren. Dazu kommt, dass man sich bei der Umsetzung der Covers nicht sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat, und so schön es ist, die Osakas auch mal auf anderen Pfaden wandeln zu hören: Letztlich wird keine einzige Nummer dadurch geiler, als sie mal war. Selbst "Hey Jude" von den Beatles, das live wirklich alle irre gemacht hat, kommt hier ein wenig ernüchternd daher. Vielleicht tut Unique der Band keinen großen Gefallen damit, "Amen Brother" gleich als zweites Monaurail-Album zu verpacken, während es in Japan als Spinoff unter dem Namen "Undercover Express" veröffentlicht wurde – zumindest hätte man fürs Artwork Fotos aussuchen können, auf denen Ryo Nakata nicht vorne am Mic steht. Hier singt nämlich niemand.

Chicago Afrobeat Project "(A) Move to Silent Unrest" (CABP/Groove Attack)
Die gute Nachricht zuerst: Die Band klingt bei weitem nicht so uninspiriert wie ihr Name. Die schlechte Nachricht: Auch gut inspiriert ist nur halb gewonnen. So bekommt man hier eher leicht verdauliche Afrobeat-Kost mit merklichen und durchaus sympathischen Jazz- und Latin-Einflüssen, von der am Ende aber nicht viel hängen bleibt. Durchaus okay und respektvoll traditionsbewusst, aber neben heutigen Acts wie Antibalas, Massak, Budos Band oder zuletzt Karl Hector & The Malcouns reicht mir das einfach nicht. Lieber nachschauen, ob es nicht noch eine Fela-Platte gibt, die man bisher verpasst hat.

6ix Toys "6ix Toys" (First Word/Groove Attack)
Ganz schön groß: Die crossdressende Raw-Funk-Coverversion von Prodigys "Voodoo People", die im Idealfall nur Gehacktes auf der Tanzfläche hinterlassen sollte. Und die gibt es auch als 7". Der Rest ist mehr als solide gespielt, leidet aber sehr unter schwachen, austauschbaren Songs. Nichts, was beispielsweise die Apples oder Mr. Confuse (bitte richten Sie Ihren Blick auf die nächste Platte) nicht besser könnten.

Mr Confuse "Feel the Fire" (Légère Recordings)
So wird's gemacht: Mr Confuse, ehemals Teil der Hannoveraner Brokenfunkster Breakout (deren "Planet Rock" 2006 alles gekillt hat), fährt die ganz großen Geschütze auf, sperrt sich mit einem Haufen Musiker im Studio ein und liefert ein Musterbeispiel für zeitgemäßen Raw Funk ab: Mächtige Drumbreaks, hart peitschende Bläsersätze, beseeltes Orgeln – eine konsequente Symbiose zwischen Tanzfläche und Tradition, zwischen Sampler und Live-Feel. Auch hier gibt es Nummern, vor allem unter den Instrumentals, die schnell langatmig werden und einen nie so recht packen wollen, auch "das kenn ich doch irgendwoher"-Momente sind nicht ganz selten, aber die Soundästhetik rettet Vieles und Sureshots wie "When I Hear Music" zeigen, was bei modernem Funk gerade so state of the art ist. Und das aus Hannover. (Ja, Hannover. Da habe ich neulich auch ganz anbiedernd zwei Nummern von diesem Album aufgelegt, bevor mir der spätankommende Herr Confuse irgendwann höchstselbst vorgestellt wurde. Falls er das also lesen sollte: Gruß!)

Moderne Zeiten

Ich bin mir nicht sicher, welche technische Errungenschaft der Menschheit ich heute nerviger finde: Laub mit lauten Maschinen frühmorgens durch die Gegend zu pusten, anstatt einen Rechen zu benutzen oder es einfach liegen zu lassen … oder Beweisfotos aus Blitzgeräten. Aber mich fragt ja auch keiner.

Montag, 24. November 2008

Everyone's a winner, baby



Bisher weiß ich von niemandem, der da mitgemacht hätte, ohne zu gewinnen. Anyone?

(Und Danke, ich habe schon eine Begleitung)

Guess Who's Back

Guess Who's Back

Wir versuchen das dann nochmal miteinander.

Neulich in der Moloko Milchbar

Dr. Knarf trinkt ne Milch und ich find's ganz gut:



(via, und wenn "Das Geben eines Ficks im Zeitalter der Keinfickgebung" mal kein doper Songtitel ist, dann weiß ich ja auch nicht)

Osaka Monaurail Nachlese

An alle, die am Samstag Osaka Monaurail nicht sehen konnten oder wollten: Ätsch.

Ich fand sie diesmal noch ein bisschen besser als im letzten Jahr, je länger die Show gedauert hat, desto fetter wurde sie – "Walk On By" für Isaac Hayes war endgültig breitwandiger Gänsehautstoff, nach gut zwei Stunden endete das Spektakel mit einem fantastischen "Hey Jude", das vom Publikum noch weiter gesungen wurde, als die Bühne längst leer war. Und davor und dazwischen? Nichts weiter als eine Funkband, wie sie klingen – und performen – muss.

Überhaupt, das Publikum – ganz gut zu sehen, dass Hamburg doch begeisterungsfähiger ist, als man gemeinhin denkt. Lange kein Konzert gesehen, das so viel Liebe bekommen hat, bis hin zu endlosen Lob- und Autogrammsessions am Merch-Stand. Prima. Und deswegen gibt es hier noch eine etwas ältere Liveaufnahme der Herrschaften, so zum Wochenstart.



(Superbad habe ich natürlich wieder verpasst … sawry.)

Samstag, 22. November 2008

Osaka Monaurail im Mandarin Kasino

Einlass ist quasi jetzt. Also schnell.

Freitag, 21. November 2008

Freitag ist Failtag

Ich kann mich nicht entscheiden, welche dieser zwei sicherheitstechnischen Höchstleistungen ich besser finde. Den fürsorglichen Kreditkartenantiklaudienst …

fail owned pwned pictures

… oder den schlechtesten Privatdetektiv der Neuzeit:

fail owned pwned pictures

Donnerstag, 20. November 2008

Technischer Fortschritt

Das ist ziemlich schön. Entweder haben Justice endlich Luftstrom und Wireless Midi entdeckt, wofür ich ihnen gratulieren würde … oder sie geben sich einfach nicht mehr besonders viel Mühe, so zu tun, als würden sie live performen.

At least make an effort, and control some of the filters and FX to give the impression of a live performance. Or remember to plug the damn MIDI controllers in and smile.

(via oder auch)

Trommeltanz

Ich möchte das mal kurz gewürdigt wissen – seit gestern habe ich wieder die toll endlose Coverversion der Roots im Hirn, hier das irrsinnige Original: George Kranz macht "Din Daa Daa" bei Formel Eins und hat auch gleich authentische 1983-Frisuren dabei. Reichlich.

Mittwoch, 19. November 2008

Hansi hits the road

Wenn "Mit 80 Jahren um die Welt" mal nicht das beste Tourmotto der Saison ist, dann weiß ich auch nicht. Und "Andere brauchen ne Kur, ich geh auf Tour" wäre ein schöner Untertitel.

Dienstag, 18. November 2008

Opel. Made by Germany.

Angesichts meiner ersten News-Runde des Tages muss ich mich mal eben laut wundern.

War die deutsche Politik nicht gestern noch gegen ein Autoindustrierettungspaket? Und was hat Luxemburgs Ministerpräsident mit Autos zu tun?

Und dann fordert ein Wirtschaftsweiser (!) die Verstaatlichung von Opel? Bevor man den Konzern so gewinnbringend und effizient führt wie den deutschen Staat, wäre es doch fairer, direkt zwei Drittel der Belegschaft zu entlassen und nur noch Sackkarren herzustellen.

Montag, 17. November 2008

Dilated Peoples und Rasco, morgen in Hamburg

Mal eben aus dem Homerun-Newsletter zweiverwertet:

Die Dilated Peoples und Rasco ( … ) sind heute schon in Hamburg angekommen und nutzen den Tag, um Energie für die Show zu sammeln, der Cali Agent Rasco wird gemeinsam mit DJ Suro (Superbad, Dendemann) auftreten und Evidence, Iriscience und Babu haben ihren Freund Rhettmatic von den Beat Junkies im Gepäck, der sich vielleicht auch zu einer kleinen Show überreden lassen könnte … wir werden sehen.

Sicher ist: Die Westküste ist im Haus, und zwar mit zwei Acts, die man wirklich nicht alle Tage in Hamburg begrüßen darf. Karten gibt es tagsüber noch für 20 € (gebührenfrei) im Vinylism.de-Shop in der Schanzenstr. 10 oder ab 20 Uhr an der Abendkasse für 25 € – wir sehen uns dort!

Dilated Peoples & Rasco
Di 18.11.08
Einlass 20:00h, Beginn 21:00h
Markthalle, Hamburg

KidiJamz = Far Out!

Ich dachte schon neulich, als ich eine DJ-Software in meinen Frühstücksflocken gefunden habe, dass wir es ja damals™ nicht so leicht hatten.

Dieses Produkt hier toppt aber so ziemlich alles, damit wird man im Nu eine Mischung aus Turntablist, Alleinunterhalter und coolest kid in town.



Wie sagen MC Hanni und DJ Nanni, die da bei Toys'R'Us herumfuchteln, so schön? Rock on!

Freitag, 14. November 2008

Das Hirn

Der Winkelsen hat mich mal wieder dazu ermuntert, mein geschundenes Gehirn zu testen. Heute war es dieser Test (die älteren finde ich irgendwie nicht mehr) und er sagt:

Ihr altersabhängiger IQ beträgt: 121.

Morgens beim ersten Kaffee, muss man dazu sagen, und ich habe 29 eingegeben, obwohl ich fast 30 bin! Bei einer Standardabweichung von 15 vielleicht nicht ganz Stephen Hawking, aber immerhin noch dreistellig. Und erschreckend fand ich, wie ich bei den Zahlen hängengeblieben bin.

Was ich damit sagen will: Ein bisschen Zeit nehmen, ihr seid dran! Hirnvergleich!

Donnerstag, 13. November 2008

Und du so?

Womit ich mich so beschäftige? Okay, Kurzfassung: Nachdem mir Justmusic in Hamburg kein Mischpult verkaufen wollte, bin ich gestern mit dem Bus zu Starpoint gefahren, weil ich dachte, man könnte doch mal den örtlichen Fachhandel unterstützen, wenn er einem schon die gleichen Preise anbietet wie das große, weite Internetz.

Pult gekauft, nach Hause geschleppt, angeschlossen, und siehe da: Der Touchscreen ist defekt und reagiert nicht so, wie er sollte. Anruf, Reklamation und meine Weigerung, das Ding zum Hersteller einzuschicken und doof drauf zu warten, denn hey: Dann nehm ich lieber wieder mein Geld und bestell das Ding online. Geht schneller.

Rückruf zugesagt. Kein Rückruf und ab 18.30h keiner mehr da. Meckermail. Heute hin- und hertelefoniert: Offenbar ist es nicht so einfach, ein Austauschgerät zu bekommen und direkt zu mir schicken zu lassen, ich scheine mir einen ausgesprochen schwer lieferbaren Mixer ausgesucht zu haben – selbst beim Hersteller ist er nicht auf Lager. Immerhin wird sich jetzt offenbar gekümmert, und bis morgen werde ich mir das noch anschauen, bevor ich das Gerät zurückgebe.

Aber hauptsächlich, weil ich keine Lust auf die Busfahrt habe.

(To be continued.)

Update, Freitagmittag: UPS-Abholauftrag für Montag ist erteilt und bezahlt, der Pioneer-Service hat zugesagt, Ersatzteile auf Lager zu haben und das Gerät binnen 24 Stunden zu fixen. Nun gut.

Dienstag, 11. November 2008

TV: "Jazzclub - der frühe Vogel fängt den Wurm"

… wird heute ab 23.10 Uhr auf 3Sat gezeigt.
Im vierten Kinofilm setzt Helge auf Musik und absurde Alltagsbeobachtungen in langen, intensiven Einstellungen. Sein außerordentliches Talent für Jazz wird dabei mit Schlagzeuger Pete York und Bassist Jimmy Woode in Improvisation und Inszenierung exzellent in Szene gesetzt.
Peter Thoms gibt den Pflastermann ("zwei Meter, zwei Mark") und auch Tana Schanzara, Eddy Kante und Andreas Kunze sind zu sehen. (Helge Schneider Newsletter)
Liebe Gebührenzahler und Freunde des prickelnd Abstrusen: Nicht entgehen lassen. Helge als musizierender Fischverkäufer, Zeitungsjunge und Callboy ist mehr als sehenswert.

Montag, 10. November 2008

Miriam Makeba: RIP

Die Welt nimmt Abschied von Miriam Makeba, die gestern im Alter von 76 Jahren gestorben ist. Und zu dem, was Jörg hier geschrieben hat, habe ich auch nichts hinzuzufügen.


RIP.

(Foto)

Nachglühen

Ach, das Wochenende? Prima. Zwei sehr schöne Veranstaltungen bis in den Morgen, sehr gutes Feedback auf die Musik hier wie dort, überall feierwillige Menschen und zum Ausgleich ein Sonntag, bei dem sich jedes Faultier gelangweilt abgewendet hätte. Eben so, wie es sich gehört.

Fotos von GLOW werden bald nachgeliefert, und, hm, ich glaube aus Hannover gibt es gar keine … vielleicht male ich ja was. Hallo, neue Woche.

Freitag, 7. November 2008

Vorglühen in Niedersachsen

So. Noch ein wenig Daten rumschieben und den Rechner aufräumen, nebenbei kurz packen und ab zum Dammtor – heute Abend dann mit Miss Gizzle und Live-Percussion im 3Raum, Hannover. Und wenn ich morgen wieder komme, ist es eigentlich auch schon Zeit für GLOW.

Kommen Sie rum. Alle Infos finden Sie nur knapp unterhalb dieses Artikels, ich bin nach Diktat verreist.

Dienstag, 4. November 2008

Change gear, change gear, change gear, check mirror, murder a prostitute, change gear, change gear, murder.

"This is a hard job and I'm not just saying that to win favour with lorry drivers, it's a hard job. Change gear, change gear, change gear, check mirror, murder a prostitute, change gear, change gear, murder. That's a lot of effort in a day."
Endlich mal wieder ein richtiger Fernsehskandal (dessen eigentlicher Bezug von SpOn natürlich verschluckt wird). Öde.

Königlich

Die vier abtrünnigen SPD-Landtagsabgeordneten in Hessen sind innerparteilich unter heftigen Beschuss geraten. Ein Ortsverein in Frankfurt am Main stellte am Dienstag einen Antrag auf Ausschluss des Quartetts aus der SPD. Die Bundestagsabgeordnete Helga Lopez aus dem Lahn-Dill-Kreis erhob sogar indirekt den Verdacht einer Bestechlichkeit der vier Abweichler.
(faz.net)
Hm. Sagen wir mal so:
Gott, geht mir die deutsche Politk auf die Nerven. Wünsche mir die Monarchie zurück.
(DonDahlmann)
Wenigstens könnte man dann die Abtrünnigen direkt in den Kerker werfen. Demokratie ist ja gemeinhin überschätzt.

Gender Skillz, Freitag in Hannover

… schaut so aus:

1 Jahr Gender Skills

Montag, 3. November 2008

Wann ist das denn passiert?

Kanye hat DJ A-Trak gegen Craze ausgetauscht? Und mir sagt wieder keiner was …

Gepflegte Radiolangeweile

Radiohören ist hierzulande nicht immer, aber doch sehr häufig eine Strafe, wenn man so etwas wie einen Musikgeschmack besitzt, der über die größten Hits der Achtziger, Neunziger und das Beste von heute hinausgeht. Das sage ich nicht nur als Musikzicke und Kulturpessimist, sondern auch als jemand, der sich beruflich viel mit dem Medium Radio auseinandersetzen durfte. (Und besonders weit lehnt man sich ja damit auch nicht mehr aus dem Fenster, zugegeben.)

Deswegen will ich gar nicht groß kommentieren, sondern nur kurz weitergeben: Der Hessische Rundfunk ist der Meinung, dass bei seinen jährlich nur rund 400 Millionen Gebühreneinnahmen nicht genug Kleingeld übrig ist, um Musikjournalisten Radio machen zu lassen. Oder, anders: Woanders macht das doch auch keiner mehr. Wieso sollte man sich da noch jemanden wie Klaus Walter leisten, der seit 1984 mit "Der Ball ist rund" eine der letzten großen Institutionen im deutschen Musikradio moderiert?

Konsequenterweise sägt HR3 nun auch zum Jahresende nach schlappen 24 Jahren die Sendung wegen zu schlechter Zuhörerzahlen ab, ebenso wie auch Walters Kollegen Volker Rebell – mehr zum Thema sollte man demnächst hier erfahren. (via)

Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie ein schlaues, musikjournalistisches Radioprogramm auch ohne Gebührenmillionen ermöglicht wird, kann sich ja mal bei ByteFM umschauen – da kann man nämlich auch weiterhin Klaus Walter hören. (Und heute ab Mitternacht zufällig auch wieder Soulfood von Herrn Soupé.)

Marsi on the Corner

Bei so vielen geschätzten Menschen in einer Sendung muss ich doch glatt mal wieder einen Soulsender-Programmhinweis droppen: Marsimoto cornert nämlich mit Selcuk a.k.a. Ayran Maiden und the one and only D. Rush. Am Donnerstag, 6.11., ab 21 Uhr. Aber lesen Sie selbst.

Wochenendnachlese: Halloween, Oizo, Aoki, Kora

So. Und was haben wir aus diesem Wochenende gelernt? Vielleicht, dass man mit einer Darth-Vader-Maske nicht mehr so wahnsinnig tight auflegen kann. Oder, dass "Watch Out Now" von den Beatnuts auch nicht spannender wird, wenn man es einmal pro Nacht und Club hört. Auch die Gesellschaftstauglichkeit endloser Fachsimpeleien über Mischpulte, Controller und Computer scheint normalen Menschen gegenüber eher zweifelhaft zu sein. Ich hoffe, FJay hat trotzdem angenehm aus seinem, ehm, neunzehnten Geburtstag rausgefeiert.

Relativ sicher scheint, dass Mr. Oizo ein freundlicher Herr mit offenem Hemd ist, der Samstagnacht mit ausreichend Champagner und Schmerztabletten ein funky knarzendes und beachtlich zerhacktes Set abgeliefert hat, bevor Steve Aoki recht schnell klarmachen konnte, dass er mehr so der Rockstar-Typ ist: Stagediving vom DJ-Pult und wirres Geschrei mit nacktem Oberkörper machen ihm jedenfalls sichtlich mehr Spaß als nur Musik aufzulegen. Sein Set von Elektronik bis Slayer war trotzdem sehr in Ordnung, nicht dass wir uns da falsch verstehen – aber erst, als Oizo später wieder das Pult übernahm, wirkte Steve glücklich, weil er sich headbangend ganz auf die vordere Hälfte der Bühne konzentrieren konnte.

(Mr. Oizo, von Metz79)

Leider hatte ein Großteil des Publikums offenkundig (so wie auch Whitey) mit spätpubertärem Kontrollverlust zu kämpfen, was mich schließlich auf einen Drink in den Baalsaal getrieben hat, wo Erobique natürlich längst fertig war – ein Wiedersehen mit diesem schönen Club gibt es aber schon am Samstag: Glow.

Ach ja, eins noch: Die hierzulande noch völlig ungeahnte Band Kora aus Neuseeland hat Sonntagabend vor 50 Menschen mit ihrer Mischung aus Dub, Reggae, Soul und Elektrik härter und ausdauernder gerockt als so manche andere Band vor einer vollen Halle. Muss man ja auch mal sagen.