Samstag, 30. August 2008

Friday Freaks – Download

Falls noch jemand etwas Musik fürs Wochenende braucht, habe ich hier einen kleinen, ungeplanten Mitschnitt von gestern. Anderthalb Stunden Funky Breaks und Elektrisches to go. Hakt noch an ein, zwei Ecken, aber wir sind hier ja unter uns. Playliste gibts bei Bedarf, ist noch nicht getipptin den Kommentaren.

Viel Spaß:
Download "Friday Freaks" (Sharebee)

Und jetzt ab in die Sonne.

Freitag, 29. August 2008

Marteria - Todesliste

Video, ganz frisch:

Die Damenwelt

Hafenklang Exil, gestern, We B*Girls. Großes Hallo. Eröffnet hat den Abend in Sachen Livemusik Eternia aus Kanada (hier mit Wordsworth), die mich nicht so ganz umgehauen hat. Solide Rapstyles, anständige Beats, nix Wildes, nix Schlimmes. In einem High School-Film hätte sie wohl das Lacrosse-Team der Girls angeführt und über die Cheerleader gelästert. (Ich war im Schüleraustausch damals bei einer Lacrosse-Spielerin, ich weiß wovon ich rede.)

Da fand ich Invincible schon um Welten besser, die in eben jenem Film vermutlich einfach keine Freundinnen gehabt hätte, am Schluss aber den derbsten Kerl abbekommen hätte, weil sie so fresh ist. Schauen wir doch gleich mal, was die Dame aus Detroit so treibt:



Weil das aber musikalisch alles etwas verwinkelter war, und weil der gelangweilte Soundmann keine Lust hatte, Beat und Stimme auch nur halbwegs sinnvoll zu mischen (es könnten ja noch Gitarren kommen), musste Invincible vor einer sehr überschaubaren Crowd – oder auch mittendrin – ihre Frau stehen (5 Euro in die Emanzipationsphrasenkasse). Schade, aber trotzdem echt dope.

Roxanne Shanté hat es nicht viel länger als geschätzte 20 Minuten auf der Bühne gehalten, was doof war, aber okay. Die Stimme war schon etwas angekratzt, die alten Hits saßen noch, represent Queensbridge, represent Juice Crew, kurz und knapp. Ich habe aus der hintersten Ecke kurz "Have a nice day" mit meinem Telefon gefilmt, in so winziger Qualität, dass ich es gar nicht erst youtuben will – dafür eben hier.

Bahamadia war dann am Ende doch Headliner und gewohnt tight, aber nach 20 Minuten hatte ich wieder das Gefühl, jetzt auch genug von ihrer geil-rappen-aber-nicht-bewegen-Show mitbekommen zu haben. So irre viel passiert da einfach nicht, auch wenn die Musik toll ist. Extraprops gehen dafür an Shortee, die alle Shows als DJ gebackt hat: Die Frau kann was. Und fast noch besser hat mir gefallen, dass keine der MCs mit der üblichen Horde an Backuprappern aufgetreten ist. Ist ja auch schon bemerkenswert.

(Danke, Jonas, Rapgalore!)

Mittwoch, 27. August 2008

City Blues oder: Wer ist eigentlich dieser Sommer?

Ich weiß ja auch nicht, so ganz anwesend war ich die letzten Tage ja nicht. Einerseits ist da der hochgeschätzte Besuch aus Köln, mit dem wir aufregende Abenteuer erleben, andererseits ein latentes Schlafdefizit, das sich so durch die letzten Tage und Nächte schleicht, und im Hintergrund ständig das dunkelgraue, nasse Etwas da draußen, wo früher mal ein Wetter war. Und diese Sache, die wir Arbeit nennen.

Damit dieser Artikel, übrigens exakt der sechshundertste seit Neustart dieses Blogs, jetzt aber auch noch sowas wie einen Inhalt bekommt, sei gesagt: Heute ab 21h darf man beim Soulsender bitte gerne zuhören, was der Herr Kühnel und ich heute nach dem zweiten Kaffee so zusammengeplappert habenbei einem Glas Wein live aus den Untiefen meines Plattenregals zu berichten haben. Souleil zu Gast in Hamburg – schön wirds!

Sonntag, 24. August 2008

Wie soll ichs sagen?

Also … diese Mordsparty heute beim Computerladen nebenan …

Sommerfest

… hat mit Sicherheit mehr Spaß gemacht als Das Bo Soundsystem. Zumindest wären die nicht an einem CD-Player gescheitert. Darauf ein dreifaches Billie Jean … und gute Nacht.

Samstag, 23. August 2008

CutChemist360GradPanoramaRoboterIrrsinn

               
Cut Chemist - 1st Big Break from eyestorm on Vimeo.

Sick. Wie geil. Ich möchte das auf einer Kinoleinwand sehen.

(via)

Wenn einer eine Reise tut

Da muss man gar nicht auf September warten oder bis dieser Nils in seiner Butze endlich Besuch von Godots Pizzaservice bekommt. Am morgigen Sonntag schon wird jk, a.k.a. Kool Jerc, a.k.a. der Herr Kühnel of Soulsender-, Soulplex- und The Shack-Fame (ich verlinke das jetzt nicht alles) in charmanter Begleitung in Hamburg eintrudeln.

Was das innerhalb von wenigen Tagen mit unseren Gehirnen machen wird, kann man sich dann Mittwochabend hier anhören. Die Vorfreudevertipper sprechen jetzt schon Bände.

Sahara Swing Review

Unfassbar: Nur zwei Monate nach dieser Ankündigung habe ich es tatsächlich geschafft. Warme Worte zu einem tollen Album hier drüben beim Mutterschiff.

Cee-Lo Green revisited

Ich bin ja kein großer Fan von Gnarls Barkley. Sicher ist aber: Cee-Lo ist nicht daran schuld. Sonnenschein und Swagger aus dem dreckigen Süden für den Hamburger Dauerregen – ein paar Nettigkeiten von Mr. Cee-Lo Green, Goodie Mob und mehr.

Goodie Mob - Cell Therapy (1995)
Goodie Mob - Soul Food (1995)
Outkast feat. Cee-Lo - In Due Time (1997)
Goodie Mob - Black Ice feat. Outkast (1998)
Goodie Mob - They Don't Dance No Mo' (1998, Audio only)
Cee-Lo - Closet Freak (2002)
Cee-Lo - Gettin' Grown (2002)
Cee-Lo - I'll Be Around feat. Timbaland (2004)
Seeed - Aufstehn feat. Cee-Lo (2005)

Donnerstag, 21. August 2008

Knixx - Good Girls, Bad Boys



Guter Mann aus der Stadt mit dem großen B, der freundlicherweise den nächsten Memory Club am 13.9. etwas aufmischen wird: KniXX mit frischem Video. Big ups.

Mittwoch, 20. August 2008

Marius No.1 rocking a TR808 on 8.08.08 at 8:08pm for 8'08

Als kleiner Nachtrag zum 808 Day neulich.

Have You Seen My Balls?

Heute wäre Isaac Hayes 66 Jahre alt geworden. Happy Birthday, Chef.



Und als Bonus habe ich hier noch den Artikel von 2006 ausgegraben, in dem die seltsamen Umstände von Hayes' vielzitiertem Ausstieg bei South Park nach einer Scientology-kritischen Folge ein wenig relativiert werden – Roger Friedman legt nahe, dass vielleicht nicht Hayes selbst, der kurz zuvor einen Schlaganfall hatte, keine Lust mehr auf South Park hatte, sondern that someone quit it for him. Nicht vollkommen abwegig.


(Bonus-Bonus: South Parks "Trapped in the Closet")

Dienstag, 19. August 2008

The Archive

Paul Mawhinney was born and raised in Pittsburgh, PA. Over the years he has amassed what has become the world's largest record collection. Due to health issues and a struggling record industry Paul is being forced to sell his collection.

This is the story of a man and his records.

Ein schönes, kurzes und leider auch recht trauriges Portrait über Paul Mawhinney.


The Archive from Sean Dunne on Vimeo.

Vorgeschichte / Direktlink / via

Radioaktiv – KW 1973-2000

Nun auch für On-Demand-Menschen: Der Kraftwerk-Mix, den ich für soulsender.de aufgenommen habe:



Radioaktiv - KW 1973-2000 (sharebee)




(Foto)

Kurzes Update

Du hast die letzten Monate in einem Erdloch gelebt, nur selten eine weggeworfene Bildzeitung gelesen und mit niemandem gesprochen außer dem kleinen Eichhörnchen, das dir immer die Nüsse klauen wollte? Und jetzt willst du wissen, was so abgeht auf der Welt?

Dann lies diesen Text von Staiger. Mehr brauchst du nicht.

(via)

(Und endlich ist eine wirkliche Alternative zu Myspace in Sicht: Hoffspace.)

Samstag, 16. August 2008

Alles umsonst, oder: Das Eigentor der Woche

Wie sich die ZEIT, die ich recht regelmäßig lese, verhält, wenn es ihr vermeintlich an den Kragen geht (natürlich durch den bösen Feind Internet), druckt sie gerne großflächig auf Seite 1 – in Form eines panischen und höchst verqueren Kommentars von Herausgeber Josef Joffe, der die Huffington Post wohl für so etwas wie einen gruseligen Parasiten hält, der in nicht allzuferner Zukunft dem QualitätsPrintjournalismus auch den letzten Tropfen Blut aussaugen wird. Online findet man den Text (noch) nicht.

Um so lesenswerter und umfassender ist, was Thomas Knüwer vom Handelsblatt darüber schreibt. Schon schade, auf was für einem argumentativen Niveau man plötzlich so herumkrebst, wenn man sich vom Aussterben bedroht fühlt.

Freitag, 15. August 2008

Roboter und Schaufensterpuppen

Heute abend kann man mir übrigens auch zuhören, wie ich mich in einer Stunde durch knapp 3 Jahrzehnte klassischen Elektrofunk, harte Breaks und endlose Melodien der Herren Kraftwerk mixe. Ab 21 Uhr bei den Freunden vom Soulsender.

Fat Lace

Laas Unltd., der unmögliche MC, heute abend in der Markthalle als Support für Prinz Pi – kann man sogar im Internetz gucken. Alles Weitere bei Dynaluther.

Hey, Gigacrate!

Wenn ihr schon auf jede Seite eures Downloadshops fett "DJ friendly" schreibt, dann kommt mir nicht mit

For sale songs are all LAME encoded with the "-V2 --vbr-new" setting. ( … ) Most average out to about 192kb/s, but are MUCH higher quality than Constant Bit Rate 192kb/s MP3s. ( … ) It is COMPLETE hogwash that you have to start with a 320kbps .mp3 in order to get a high quality .mp3 DJ mix without noise artifacts.

Aber das gleich Geld kassieren wie jeder andere Laden auch. Den Account brauche ich dann wohl nicht mehr, Dankesehr.

Donnerstag, 14. August 2008

Ich bin ein berühmter Fotograf

Dieses wundervolle Foto …

dekolleté, hinten

… taucht jetzt im Hamburg-Guide von schmap.com auf, um das Knust zu illustrieren. Ich finds super.

Mittwoch, 13. August 2008

Skandale, einfach selbst gemacht

Friedman trifft Sido

Von Kids und Jugendlichen vergöttert, von Eltern gehasst - kein Musiker spaltet zurzeit Jung und Alt so sehr wie er. Seine Texte sind Frauen verachtend, verherrlichen Gewalt und Drogen, sie sind obszön und respektlos (…)
Huiuiui. Friedman trifft zur Abwechslung mal keine Nazis, sondern den total kontroversesten Rapper Deutschlands. Naja. Von 2004 zumindest.

Aber vielleicht klären wir ja eines Tages auch in Bezug auf Friedman:

Ist er authentisch oder nur eine kommerzielle Kunstfigur? 

Montag, 11. August 2008

Throw ya W's up

Ice Cube & W. C., live auf dem Splash: Teil 1, 2, 3, 4

Außerdem bei MRD die Show vom HipHop Open und ein Interview.

Black Moses R.I.P.

Verflucht … gerade erst vor ein paar Stunden habe ich noch Musik von Künstlern gepostet, die nicht mehr unter uns sind, und was muss ich jetzt lesen?

Isaac Hayes ist tot. "Branded" steht gerade noch vorne im Plattenstapel in meinem Zimmer, vor zwei, drei Wochen habe ich erst wieder Wattstax gesehen, vor ein paar Tagen Pete Rocks Lobeshymnen auf ihn in der Waxpoetics gelesen … danke für die Musik, Black Moses. Farewell.


Wattstax


Bei der Arbeit an "Shaft"

Sonntag, 10. August 2008

Armstrong, Cash, Kuti, Hathaway

Athen, sind noch Eulen da? Subcess will das Hervorkramen von alter Musik olympisch machen und bittet um ausgewählte Dinge, die es nicht mehr gibt. In diesem Fall: Weil es die Künstler nicht mehr gibt. Ich schaffe es sogar, in drei Beispielen viereinhalb Musikstile abzudecken, nämlich Country, Jazz, Afrobeat und funky Soul.

Louis Armstrong und Johnny Cash, jodelnd:



Fela Kuti & Afrika 70, live, 1971 in Nigeria:



Und der große, viel zu früh verstorbene Donny Hathaway.



(Wieso höre ich eigentlich gerade "Dark Side of the Moon"?)

Dreimal Fünfzig

Hans Nieswandt in der ZEIT über Madonna, Prince und Michael Jackson.

Freitag, 8. August 2008

HipHop Zeitzeugen

Etwas verspätet zur Wiederveröffentlichung von L.S.D.s "Watch Out For The Third Rail", aber um so ausführlicher: Defcon, Rick Ski und Future Rock erinnern sich für einestages an HipHop-Deutschland in den Achtzigern.

Heute ist 808-Tag

Zu Ehren der Roland TR-808: Viele schöne Dinge bei Music Thing. Bitte die Woofer aufdrehen.

Schuld sind immer die Anderen

Immer wieder schön: Erst bieten, dann lesen, dann denken. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Trotz zahlreicher negativer Bewertungen für die Deutsche Bahn und eine Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Berlin wird die Ticket-Aktion Bahntastische Zeiten wie geplant bis zum 10. August weiterlaufen. eBay erklärte, man sehe keinen Anlass, Maßnahmen gegen den Verkäufer "db_bahn" zu ergreifen.

Der Anteil der positiven Bewertungen für die Bahn war auf rund 72 Prozent abgesunken, nachdem Kunden ihrem Ärger mit negativen Kommentaren Luft gemacht hatten. Sie hatten ihre Tickets zu einem deutlich höheren Betrag ersteigert, als die Bahn später als Festpreis forderte. Obwohl diese Festpreise vorher bekannt waren, fühlten sich die Kunden "unfair behandelt" oder "abgezockt".

Da schreit doch jede einzelne negative Bewertung förmlich nach Selbstdiss. Aber wenn man die Schuld für die eigene Doofheit vermeintlich weitergeben und auch gleich bei der Verbraucherzentrale petzen kann, fühlt es sich eben besser an, als sich einzugestehen, dass man freiwillig sein Geld verbrannt hat.

(Ich persönlich habe übrigens so ein 4-Fahrten-Ticket für 111,- Euro gekauft. Und dafür sogar die furchtbar überhöhten Zweifuffzich Versandkosten in Kauf genommen. Passt schon.)

Wöchentlich grüßt das Murmeltier

… und erinnert an mehr Splashcontent bei Mixery Raw Deluxe. Inzwischen beispielsweise: Der schweißnasse Sonntagsheadliner Jan Delay & Disko No. 1, Dynamite Deluxe, Dizzee Rascal und Laas Unltd. Livemitschnitte, exzessive Nerdgespräche mit Herrn Delay und noch viel mehr. Durchwühlen lohnt sich an solchen Regentagen.

Agro ist überall

Agro ist überall

MS Stubnitz

Glocke

… mehr?

Donnerstag, 7. August 2008

Dänen hiphoppen nicht

Ach ja, wie Dänemark war?

Sagen wir es mal so: Vor uns war da ein Engländer auf der Bühne, der sich ausgezogen, abstrakte Tänze vollführt und Vogelgeräusche gemacht hat (in beliebiger Reihenfolge). Der hatte eine doppelt so große Crowd wie wir später.

Also etwa fünfzehn Personen.

Wechselhaft

Dass der Ausflug trotz eher zurückhaltender Besucherzahlen und Emowetters großen Spaß gemacht hat, haben wir vor allem Sören und dem Artitide-Team zu verdanken, die uns perfekt um- und versorgt haben, so dass uns selbst die Widrigkeiten des Schiffslebens nicht mehr ernsthaft erschüttern konnten. Dafür: Danke, again. Und das mit Laas könnte man trotzdem nochmal vor Publikum machen. Weitere Impressionen folgen.

Wir: Masters of Rap

Autofahren – the hard way

Du weißt, dass es nicht dein Tag ist, wenn du als einer der gesittetsten Autofahrer der Welt an einem Tag zweimal geblitzt wirst. Mit einem Mietwagen. Bin mal gespannt, wieviel Geld da alleine für die Weiterleitung durch die Autovermietung verbrennt …

Bürokratieabbau, oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Das Bundeszentralamt für Steuern sagt:

Für viele gehört die Steuererklärung zu den eher lästigen Pflichten. Seit Jahren wird nach Vereinfachung gerufen und bemängelt, dass das Zusammenspiel zwischen den Behörden und dem Bürger weitaus unbürokratischer ablaufen könnte.Ein einfacheres Steuersystem und weniger Bürokratie in Deutschland - das sind Ziele, die auch für das Bundesfinanzministerium und die Bundesregierung ganz oben auf der Agenda stehen. (…) Deutschland folgt deshalb jetzt dem Beispiel vieler Nachbarn in der Europäischen Union und modernisiert das Besteuerungsverfahren mit der neuen Steuer-Identifikationsnummer ("Steuer-ID").
Super Sache. Deswegen habe auch ich jetzt eine persönliche Steuer-Identifikationsnummer bekommen. Und um es richtig einfach zu machen, könnte man meinen, ich dürfte jetzt meine bisherige Steuernummer und meine zusätzliche USt-ID für den internationalen Geschäftsverkehr einfach wegschmeißen. Aber nein, nicht so schnell!

Die Steueridentifikationsnummer wird die für die Einkommensteuer verwendete Steuernummer ersetzen. Für weitere Steuerarten (z. B. Umsatzsteuer, Kraftfahrzeugsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer) werden weiterhin ausschließlich die bisherigen Steuernummern verwendet.
 Okay, aha. Das wirklich Einfache daran ist aber:

Für wirtschaftlich Tätige wird nach § 139c AO künftig noch eine Wirtschafts-ldentifikationsnummer vergeben werden. Einzelkaufleute und Freiberufler werden also neben ihrer ldentifikationsnummer eine Wirtschafts-ldentifikationsnummer erhalten. Bis zu deren Einführung verwenden Sie bitte für betriebliche Steuern (z. B. Umsatzsteuer, Gewerbesteuer) weiterhin die Steuernummer.
Hey, liebe Behörden! Wenn so der Bürokratieabbau in Deutschland aussieht, hört bitte sofort damit auf.

Montag, 4. August 2008

Scenario

Apropos früherwarallesbesser: 1992 war toll. Dieses Beweisvideo hat nicht nur den tollen, spackigen Tanzstil, den die Fanta 4 direkt nach Deutschland importierten, sondern auch gleich eine ganze Fernsehstudiobühne voller Rapper, darunter Busta Rhymes in seiner Verkleidung als rotweißer Begrenzungspfahl. Mit einem, Achtung: Wendehut!

Was will man mehr?
A Tribe Called Quest & Leaders of the New School in der Arsenio Hall Show.

Wir fahren nach Dänemark

Um genau zu sein: nach Nykøbing Falster. Wir, das sind Homerun HiFi, vertreten durch DJ Defy und meine Wenigkeit, ergänzt durch den glänzenden Laas Unltd. als Master of Ceremony, und damit wir uns wenigstens ein bisschen wie in Hamburg fühlen, war man so nett, uns die MS Stubnitz als Spielplatz zu überlassen.

Naja, so ähnlich. In Wirklichkeit liegt das Schiff dort im Hafen, weil Artitide parallel zum schnöden Stadt-/Hafenfest ein hübsches Musik- und Kulturprogramm zusammengestellt hat, und letztlich ist die Hauptsache doch, dass wir da hindüsen und für ordentlich Wellengang sorgen. Sagt also bitte euren dänischen Freunden und Verwandten Bescheid: Homerun HiFi Unltd. verlassen das deutsche Festland!

Sonntag, 3. August 2008

Ich bin ja Fanboy …

aber so sehr dann doch nicht. Schade. (Remember "Esmusssosein"?)

Giganten der Unterhaltung

Der beste Moment war der, als Verona Pooth sagte, wegen der Insolvenz der Firma ihres Mannes hätten sie jetzt „permanent Paparazzis vor dem Haus“, und Boris Becker Augen und Mund aufriss und ehrlich schockiert „NEIN!“ ausrief – und die eigenen Gedanken plötzlich abschweiften zur Viva-Moderatorin Gülcan und der Frage, ob es eigentlich wirklich gerecht ist, dass sie als der schlichteste Bewohner unseres Fernsehens gilt.
Hat irgendwer "Boris Becker meets Verona Pooth" aufgenommen?

Freitag, 1. August 2008

Zur Lage der Nation

Nur mal am Rande, weil ich es heute an anderer Stelle geschrieben habe und es doch mein Verhältnis zur alten Tante HipHop und dem lieblosen Umgang mit ihr ganz gut auf den Punkt bringt … als Steilvorlage diente mir die Aussage:

der relative anteil dessen, was ich qualitativ spannend finde, ist in den letzten 10 jahren deutlich zurück gegangen  (…) vielleicht sollte man es aber auch anders sehen: die qualität ist absolut konstant geblieben, während die nicht-qualität absolut angestiegen ist.

Ich behaupte: Der Anteil Bullshit, in Musik, Kultur, Menschen ist eine Konstante. Und vor 10 Jahren gingen die Rap-Grammys an:


"Men In Black" von Will Smith
"I'll Be Missing You" von Puff Daddy, Faith Evans und 112
No Way Out von Puff Daddy & The Family


2008 kriegen Common und Kanye West Grammys, KIZ waren Top 10, und das Gejammer, dass HipHop ja nicht mehr so dope ist wie früher, ist allerorts noch genauso laut wie vor 10 Jahren. Denn, und das vergisst man gerne: Obwohl damals tonnenweise Deutschrap in den Charts war, war dieser reflexhafte Kulturpessimismus genauso präsent, so wie es wohl immer ist, wenn Dinge wie die eigene Subkultur sich verändern.


Es sei ja jedem freigestellt, so zu denken, das ist hochgradig subjektiv und deswegen verabschiede ich mich auch hiermit aus dem Topic. Aber dieser Distanzierungsreflex (HipHop ja, aber!) langweilt mich offen gestanden. HipHop? Ja. Auch wenn es unendlich viel langweiligen Bullshit gibt, immer gab und immer geben wird. Kein Anhänger irgendeiner Musikrichtung wird für sein Genre ernsthaft etwas anderes behaupten können. Ich lasse mir doch von ein paar prolligen
Kids mit Bandanas nicht Rap vermiesen, die sind meist nicht HipHop, sondern Youtubegangster.


Soll ich Rap hinter mir lassen, weil ich "erwachsen" werde und Bushido und Massiv wack finde? Das mag zwar in der öffentlichen Wahrnehmung alles HipHop sein, mir ist es einfach schnuppe. Ein harter Rocker muss sich auch nicht für Bon Jovi und die Toten Hosen verantworten. Fick Kids mit Bandanas, ich bin gerne auch noch HipHop, wenn ich Sido feiere, Anzug trage oder Techno auflege. Aber wie soll HipHop als Bewegung denn selbstbewusst und stark sein, wenn sich niemand über 18 damit identifizieren will, weil ihn sonst alle für einen Gangster oder Kindskopf halten?


So. Und jetzt viel Spaß noch, ich muss Mulatu Astatke hören und mein Bling polieren.

Gehirnwarnung

Ich glaube, je öfter ich es lese, desto schöner finde ich das Wort Gewinnwarnung. Hat das Zeug zu meinem Lieblingseuphemismus.

Noch schöner ist eigentlich nur Udo Lindenberg beim New Pop Festival. Endlich fördert mal jemand den Nachwuchs.

Schlachtfest

Kool Keith, vielmehr Dr. Dooom, nimmt sich ein Hackebeil und räumt gewissenhaft mit allen Octagon-Wiederbelebungsversuchen auf: "R.I.P. Dr. Octagon".