Mittwoch, 30. April 2008

Liebe Spammer

Erstaunlich: Die Aussicht auf meinen eigenen "naked ass" finde ich nicht so aufregend, dass ich gleich jeden Virenmmist anklicken würde. Ich würde aber gerne mal jemanden kennenlernen, der sich so für seinen Hintern interessiert. Sicher nett.

Dienstag, 29. April 2008

Uneingeschränkter Hörbefehl

"What's Happening" von Katalyst ist eines der rundesten, gelungensten Alben zwischen Soul, Rap und Beats, die man gerade kaufen kann. Jetzt neu auf BBE.

(Nein, an Milez Benjiman kommt es nicht ganz ran, ist aber ein unheimlicher Grower. So much soul!)

Rumsitzen

Ich hab ja nicht viel Ahnung vom Golfsport. Aber Berti Vogts offenbar noch viel weniger. Wie weit er wohl sitzend kommen würde?

F. you

Anonymisieren ist schwierig. SpOn kann das bestätigen. Aber vor lauter hardcorevoyeuristischer Berichterstattung über den schwer gestörten Kerkermeister in Österreich kann man ja zwischen lauter "F."s schon mal den Familiennamen ausschreiben. Huch.

(Nein, ich verlinke das jetzt nicht. Ich verlinke nur den bitterbösen, hochverehrten Polloi.)

Montag, 28. April 2008

Man muss ja nur mal schauen

… und einen Anruf tätigen, und schwups zahlt man für das komplette DSL- und ISDN-Gedöns nur noch 33 Euro netto. Statt knapp 60.

Gedankennotiz: Nicht erst in zwei Jahren wieder gucken, ob die Tarife vielleicht billiger geworden sind.

Sonntag, 27. April 2008

Dial 128 for Murder

Eine Stunde Elektronisches, von eher funky bis hin zu enthemmtem Gekloppe, entstanden für byte.fm und ebendort am Wochenende erstausgestrahlt. Für alle, die ihre Samstagnacht nicht vor dem Rechner verbracht haben, jetzt aber auch hier zum Download:

djmq – Dial 128 for Murder

(1 Stunde, MP3, 192kbps)

Pressestimmen:
"Du kleene Knarzbratze!" (Skar, Fingerprints)
"Ich stehe auf Krach." (Kool Jerc, soulsender.de)


Viel Freude!

Roey Marquis beim Après-Ski und Banjo lädt Computer runter

Natürlich nicht. Ist auch gut so. Denn einerseits findet diese seltsame Frau vor der Schrankwand, dass es nicht cool ist, Computer aus dem Internet runterzuladen (ja, das sagt sie, zuerst hier gefunden, mehr hier), und andererseits ist Roey Marquis gar kein Skilehrer.

Macht keinen Sinn? Der Missing Link ist tatsächlich Olli Banjo, dessen neues Monster "Sparring 3" sogar bei iTunes ohne irgendwelchen DRM-Bullshit zu bekommen ist, und der im Interview mit Falk mal wieder reichlich Wissenswertes droppt. Der Mann bleibt eben Chef. Das komplette, schön umfangreiche Feature gibt es bei Mixery Raw Deluxe, und nur dort wird auch geklärt, was es mit Roey Marquis' Wintersportkarriere auf sich hat.

Zur Auflockerung schauen wir uns jetzt aber hier mal das Reimachse-Video an, in dem ein extrem junger Banjo, den ich damals glaube ich tatsächlich für Aleksey gehalten habe, schöne Iggedy-Diggedy-Styles kickt, während sein heutiger Anwalt eine interessante Tolle trägt, der heutige Pontifex of Crunk mit einem Plastikplattenspieler durch den Wald rennt und Tachi von der Fresh Familee vor lauter Positivität die Augen nicht mehr auf kriegt. Dope.



Das ist auch ein guter Anlass, hier abschließend mal auf die wohl nie ausreichend gewürdigten Flowgötter Fu-Schnickens hinzuweisen, die mich damals wirklich sehr irre gemacht haben. Breakdown:



Soweit.

Donnerstag, 24. April 2008

Squeeze Me

Piep: Dies ist der automatische Blogbeantworter. Ich bin vorübergehend nicht zu erreichen.

Bitte in der Zwischenzeit mal das neue Kraak & Smaak Video "Squeeze Me" checken. Gute Nummer.

Montag, 21. April 2008

It's spring again

Wochenende: Vier Auflegenächte, viel Geschrei, wenig Sauerstoff. Die Folge: Ohr tut weh, Hals ist dick, Stimme ist halbwegs zum Teufel und die Lachkrämpfe gestern bei Venske & Busse haben dem Hals auch nicht gerade geholfen – bin aber froh, das nochmal gesehen zu haben. Ich trage wieder Schal und putsche mich mit Vitaminen auf. Sollte aber noch die Kurve kriegen, danke der Nachfrage.

Schal im Nacken

Draußen bricht der Frühling aus, bei der Gelegenheit habe ich erstmal meinen Eltern ein paar hübsche Ecken Hamburgs gezeigt, bevor es dann morgen so richtig ans Meer geht. Wenn auch nur für nen Tag.

Und dann muss man ja auch noch arbeiten, Dinge schreiben und endlich den höllisch exklusiven Mix aufnehmen, der am Wochenende bei byte.fm laufen soll. Also bitte nicht wundern, wenn hier nicht viel geht in den nächsten Tagen. Wenn ich nicht hier bin, bin ich nämlich aufm Sonnendeck.

Donnerstag, 17. April 2008

Milez Benjiman Review

So viel Soul und (Achtung, Fachbegriff:) Swagger, dass es kaum auszuhalten ist – ein paar lobende Worte zum Album von Milez Benjiman hier drüben.

Mittwoch, 16. April 2008

Hab ich Hattrick gesagt?

Mach vier draus. Ich lege heute auch schon im Mandalay auf. Man darf mir gerne durch die Scheibe zuwinken, ab 20 Uhr.

Pickepackevoll

Voller Auflege-Breitseiten-Hattrick diese Woche: Donnerstag im Mandalay schick Souliges und Cocktails, Freitag im Neidklub Loft eher Elektronisches und Breakiges, während DJ Flashdance ein Stockwerk tiefer tobt, Samstag ein buntes Allerlei aus Alt, Neu und Hastenichtgehört in der Mandarin Bar.

Extra-Herausforderung: Überfälliger Elternbesuch ab Samstag. Immerhin kann ich die möglicherweise mit gutem Wetter beeindrucken, während es in Tuttlingen heute noch schön geschneit hat. Hat ja auch was.

Revoxlution

Es geht immer weiter zurück mit den Tapejockeys: Mr. Tape, 1991.

(via)

Montag, 14. April 2008

Ach. Auch noch Soul?

Okay. Um das heutige Musik-Potpourri zu vervollständigen, Sharon Jones, Charles Walker, die Dynamites und ein paar Dap-Kings. Mehr geht nicht.

Money in the Bag

Mehr Musik? Na schön.

Recht frisch auf meinem Schreibtisch ist das neue Album der niederländischen Elektrofunkster Kraak & Smaak, in das man auch auf ihrer Myspace-Seite schon reinhören kann. Bis das Album am 25. April zu kaufen ist – und bis ich es schaffe, mehr dazu zu schreiben – kippe ich hier aber erstmal das hübsch lehrreiche Video von "Money in the Bag" ab:



Bei der Gelegenheit lohnt es sich auch, ein paar der Liveschnipsel zu checken, die die große Tube parat hält. Dürfte ein ziemlich gutes Konzert-Erlebnis sein.

Grenzenloser Immo

Es ist ja schon ein wenig peinlich. Da bin ich zwar zeitgleich Fan von David Luther und FlowinImmo, aber wenn der eine über einen Film über den anderen schreibt, mach ich ein Sternchen dran, nehme mir vor, das in Ruhe zu sehen und vergesse es.

Bis heute.

Ist aber auch kein so schlechter Zeitpunkt. Immerhin erzählt Immo, der am 6. Mai im Logo spielt, bei der Gelegenheit auch von seiner Zusammenarbeit mit DJ Friction, der am 10. Mai im Memory Club gastiert. Zweimal Grund zur Vorfreude.

Passt, oder? Und wenn mal wieder ne Stunde Zeit ist, kann man ja mal Immos mächtig bestückten Youtube-Channel durchforsten.

DCFC

Ich halte ja, was vielleicht eher eine Insiderinformation ist, Death Cab For Cutie für eine der schlausten, tollsten Popbands da draußen, so unglaublich selten ich auch ihre Musik höre. Nicht zuletzt sind das warmherzige, gar nicht so depressive Typen, mit denen man prima Kölsch trinken kann, und auf deren Konto mal eben das schönste, schlimmste Liebeslied der Jetztteit geht.

Und das erwähne ich auch nur, weil ich eben bei Uwe Viehmann dieses achteinhalbminütige Juwel von Song gefunden habe, das einem trotzdem wie nur dreieinhalb vorkommt. Respekt.

Ohne Vokale

Zwei Flaschen Jack Daniels, zwei Schachteln Kippen, ein Pornoschnurrbart, ein Macbook und viel Krach. Was das ist? Nein, nicht Earl Hickey im Crab Shack-Internetcafé.

MSTRKRFT.


(Foto von Jay Wolf)

Das Foto zeigt die Herren in Köln, am Samstag hatte ich das Vergnügen, das Spektakel in Hamburg zu sehen und muss sagen: Die hauen hübsch auf die Kacke. Zwar wirkten beide sehr zerrockt und müde von den letzten Tourtagen (oder vermutlich Wochen), was ihrem Set aber nicht geschadet hat. Harter Stoff, effektiv eingesetzt und ergänzt duch ein DJ-Set, in dem es gegen Ende dann doch noch etwas musikalisches Zuckerbrot für die Crowd (die hauptsächlich eine etwas stressigere Variante der New-Rave-erprobten Vice-Leserschaft in engen Hosen war) gab. (Besonders schön: Die zwei Jungs, die mit ihren Kanye-West-Brillen ständig halb blind über irgendwas gestolpert sind.)

Nur die technische Seite ist mir noch suspekt, ich hätte gewettet, das 95% der Musik aus Ableton kamen, offenbar ist es aber doch ein Serato-Setup. Mit den weißen Platten, klar. Ist am Ende aber auch nicht so wichtig, die Jungs würden wohl auch mit einem Walkman-Handy alles kaputtmachen. Und in dieser Auflistung fehlen definitiv die Props dafür, dass der Mann mit dem Schnurrbart sich schlicht den verschwitzen Kopfhörer vors Gesicht klemmt, um ihn als Mic-Ersatz zu verwenden.

Shitdisco hab ich übrigens verpasst, und Punks Jump Up schließlich schnell sein lassen, weil mir frische Luft doch lieber war.

Davor, Freitagnacht, war ich auf einem etwas verwirrenden Film, weil ich bis 23h eine DJ-Frühschicht hatte und danach entweder vor verschlossenen Türen (Ü&G) oder im noch gähnend leeren Club (Kasino) stand. Mit einer zufällig entdeckten Privatparty und etwas Abwechslung bei den Assotos lief dann aber alles rund, und ich konnte mich doch noch lang genug rumtreiben, um der WG-Geburtstagsfeier im vierten Stock zu entgehen.

Auf in eine neue Woche, würde ich sagen. Nur echt mit den einzig wahren random thoughts, nah mean. (Sorry, Sub, aber der kam mit Ansage! Harr Harr.)

Mittwoch, 9. April 2008

Sekundenschlaf

Das Gefühl kenn ich. (Achtung, Katzencontent)

(via)

The Third Rail

Noch ein paar Zeilen zur überfälligen, liebevoll gemachten Reissue von LSDs "Watch Out For The Third Rail" – drüben bei Hamburgfunk.

Time traveler's wisdom

Für Jonas Oblesers Blog Wall Of Time habe ich mich unlängst mit der Übersetzung eines Interviews mit dem Soundarchitekten Olaf Schäfer befasst. Das (umfassende) Ergebnis ist jetzt hier zu lesen und als PDF zum Download erhältlich.

Dienstag, 8. April 2008

Wahrheit tut immer weh

When Mr. Brown grew up, when he was a famous performer touring the world forty, fifty weeks a year, he fucked a lot of women. That is a deliberate term, fucked, because Mr. Brown was not a man who made love or even had sex. Mr. Brown fucked. “He did not know about the soft,” a longtime friend says. A lot of times, he’d let one of his cronies deal with the preliminaries, make small talk with a girl, get her a drink, keep her company. “She ready?” he’d ask. “I ain’t got no time now. Make sure she ready.” He’d hop on, roll off. Straight missionary, straight to the point. He never saw a reason for much else. “Why’s a white man eat a woman?” he once asked a white friend. “What’s he get outta that?” Hell, the man was in his sixties before he discovered doggy style on the Playboy Channel.


Dies und das über Mr. Brown in der GQ. Nicht unbedingt schön, aber doch lesenswert. (via Falk)

Samstag, 5. April 2008

The Original Tapejock

Den hier suche ich doch schon die ganze Zeit. Wo sich der Newschool-Tapejuggler immer noch so großer Beliebtheit erfreut, ist es nur gerecht, auch nochmal auf den russischen Kool Herc der Tonbandmanipulierer hinzuweisen - zumal er eindeutig das intuitivere Interface hat. (via)

Und allmählich gehe ich auch mal schlafen. Anstatt auszugehen, habe ich mir selber abwechselnd Mobb Deep und Pete Rock & C.L. Smooth aufgelegt und zwischendurch immer mal wieder der wild johlenden WG-Party quer übern Hinterhof gelauscht, wo völlig schmerzfrei direkt von Justice vs. Simian zu hinterhältigem DJ-Ötzi-Fetenschmock (gerade lief "Hey Baby", direkt nach "Ein Stern der deinen Namen trägt"!) geswitcht wird.

Jetzt startet "Cats in the Cradle" und alle singen mit. Ich mache mal wieder das Fenster zu und höre noch ein wenig "The Main Ingredient", danke.

Freitag, 4. April 2008

My Wax: J-Live "Braggin' Writes"

Das ist mal wieder keine besonders abwegige und rare Wahl, sondern eher ein sehr solides Stück New Yorker Wertarbeit, zu dem es nicht irrsinnig viel zu erzählen gibt, außer dass ich es wahrscheinlich wirklich zu Tode gehört habe (und es immer noch feiern kann). Insgeheim geht es aber auch gar nicht nur um J-Live:

Entdeckt habe ich "Braggin' Writes" damals als ersten Track auf "New York Reality Check 101", einer von DJ Premier gehosteten und gemixten Compilation auf Payday, die als schweres Dreifachvinyl im riesigen Klappcover mit Haze-Artwork daherkam und die ich auch heute noch für eine der wichtigsten Eastcoast-Underground-Compilations halte. Auf jeden Fall in der selben Liga wie Soundbombing 1, nur ohne Evil Dee, wie Soundbombing zwei, nur um Welten ruffer, wie die erste Lyricist Lounge, aber erfrischenderweise nicht von Rawkus. DJ Premier mixt und cuttet sich auf seine typisch stoische Art durch abseitige, düstere Indie-Maxis, von denen einige (L the Head Toucha - Too Complex? Street Smartz - Metal Thangz? Special Ed - Think Twice?) definitiv den Test der Zeit bestanden haben und auch heute noch killen.

Ich wage sogar zu behaupten, dass ich hier zum ersten Mal Company Flow gehört habe, kurz vor "Funcrusher Plus", aber damit würde ich noch ein völlig anderes Fass aufmachen, um das ich mich lieber sonstwann kümmere.

Dazu kommt, dass ich bei "Braggin' Writes" tatsächlich eine Weile gebraucht habe, um zu checken, was hier DJ-technisch passiert: Tatsächlich besteht nämlich die Originalversion schon daraus, dass J-Live Backspins mit einem simplen Loop macht, über die er dann rappt, und Premier selbst nimmt dann auch nochmal zwei Copies, mit denen er wiederum Backspins und simple Juggles macht. Das war mir erstmal ein bisschen zuviel, aber irgendwann um so schöner, es zu kapieren und selber zu probieren. (Hey, ich hatte mir gerade erst zwei billige DJ-Plattenspieler von Conrad erjobbt.)

Letztendlich steht das hier also stellvertretend für eine spannende Phase meiner HipHop-Sozialisation, für meine DJ-Anfänge mit 16, für kein Internet und Platten bestellen bei Crazy Large und Frontline, für die Zeit, als Rawkus gerade der Inbegriff guten Ostküstenraps und Backpacker noch kein Schimpfwort war. Und nein, früher war ganz sicher nicht alles besser. Nur ein bisschen anders.

So hörte sich das also an:

Mittwoch, 2. April 2008

Give the drummer some (Korean edition)

Hätte ich nicht gerade Herrn Ziggy Modeliste gelobt…
Und würde Animal aus der Muppet Show nicht existieren…

Er hier wäre sofort und auf unbestimmte Zeit mein Lieblingsdrummer:


(via)

Tja, liebes Fernsehen…

das ist ja schon ein lobenswerter Schritt. Auch wenn er natürlich Monate nach dem US-Launch passiert. Auch wenn der Großteil des Angebots derzeit unerträglicher deutscher Comedyschmock ist. Wenn du, liebes Fernsehen, es eines Tages noch schaffst, gute Serien auch in der Originalfassung anzubieten, dann hättest du dir meinetwegen endlich auch 2 Euro pro Lost-Folge verdient.

Sergio Leone, make way!

Ich denke ernsthaft über eine Karriere als Westernautor nach. Der Karl May vom Grindelhof.

Live aus dem Sumpf: The Meters & Dr. John

Endlich mal wieder ein unkreatives Youtube-Posting mit alten Information hier.

Da habe ich nämlich eine hübsche Live-Aufnahme der Gruppe gefunden, deren Wichtigkeit und Dopeness man bekanntlich gar nicht häufig genug erwähnen kann: Die Meters spielen hier nämlich in einer interessanten Topfpflanzenkulisse eine messerscharfe Version von "Look-Ka-Py-Py", die mit einem harten Drumbreak (Zigaboo Modeliste!) das Tempo wechselt und zu "Jungle Man" wird. Was für eine irre tighte Band.



Der bärtige Herr, der das Ding so sympathisch gaga anmoderiert, ist natürlich kein geringerer als Mac Rebennack, besser bekannt als Dr. John. Dessen größter Hit, "Right Place, Wrong Time", wurde zwar mit den Meters als Backingband aufgenommen, hier hat er aber offenbar für die Performance alle bis auf Art Neville ausgetauscht. Egal, sehr sehenswert, nicht zuletzt Dr. Johns Kopfschmuck und Körpereinsatz am Piano - wirr, aber geil. Und die Topfpflanzen sind auch noch da.