Samstag, 19. Juli 2008

Tschilp: Ein Twitter-Zwischenbericht mit mehr als 140 Zeichen

Twitter hin, Twitter her. Noch spiele ich damit, ohne so recht zu wissen, wie sinnig und vor allen Dingen: wie wichtig ich es finde. Bisher weiß ich: Super Sache für Wettersmalltalk und kurzes Alltagsgemecker, das keinen halben Tag überlebt.

Was ich mich aber immer wieder frage: Wann wurde denn eine Mindestlänge für ein ordentliches Blogposting beschlossen? Seit wann ist es nicht mehr okay, einen Artikel auf einem altmodischen Blog zu veröffentlichen, der nur aus zwei, drei Sätzen und vielleicht einem Link besteht? Und gibt es auch eine Maximallänge für Blogpostings, ab der man dann Bücher veröffentlichen muss?

Das ist doch Käse. Wenn ich will, dass irgendetwas wirklich gelesen und ansatzweise wahrgenommen wird, egal ob ein Satz oder ein ganzer Aufsatz, dann twittere ich es nicht, sondern blogge, weil Twitter mit seiner Halbwertszeit konzeptuell schwungvoll an allen Menschen vorbeizwitschert, die nicht täglich zehn oder zwölf Stunden online sind. Wenn einem das egal ist: bittesehr. Aber selbst bei den wenigen Leuten, die ich dort lese, klicke ich längst nicht jeden Link an, der mit kommentierendem Halbsatz an mir vorbeirauscht. Vielleicht ist das next big thing doch auch zu einem beträchtlichen Teil einfach ein Medium für Wegwerfinformationen, wenn man mal aus der Distanz schaut – egal wie sehr man dazu tendiert, aus einem Bug ein Feature zu machen. Abwarten.

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