Donnerstag, 19. Juni 2008

Schotter wie Heu – Altes und Neues aus Gammesfeld

Mag sein, dass es keinen interessiert – ist ja auch schon aaaalt – aber weil ich gerade mal etwas rumgeschaut habe, hier ein kleiner Hinweis auf diese überaus nette Geschichte, die schon so oft erzählt wurde.

Schritt Eins: Irgendwo auf dem Land, kurz bevor Baden-Württemberg zu Bayern, vielmehr Franken wird, liegt Gammesfeld. Und in Gammesfeld gibt es eine kleine Raiffeisenbank, die ziemlich berühmt wurde, weil ihr einziger Angestellter sich erfolgreich gegen die Anschaffung eines Computers und viele andere vermeintlich notwendige Dinge wehrte. Er saß da ohne Taschenrechner, erledigte alle Buchungen von Hand, sein Telefon hatte eine Wählscheibe und das modernste technische Gerät stammte von 1968. An dieser Stelle übernimmt aber dieser brand eins-Artikel (1999) die Erzählung.

Schritt Zwei: 2002, auch 9/11, Y2K und die Euroeinführung waren ohne Computer überstanden und es entstand "Schotter wie Heu", ein liebevoller Dokumentarfilm über die Bank, den Banker und das ganze Dorf. Der lief irgendwann nachts im ZDF, und da bin ich damals auch über die Geschichte gestolpert. Und weil ich mir erst neulich die DVD gekauft habe, möchte ich hiermit dazu aufrufen, das auch zu tun. Der Film ist einfach zu großartig, so unspektakulär das auch alles klingen mag. Und nein, im Netz findet man ihn sowieso nicht, die DVD gibt es aber an jeder Ecke.

Schritt Drei, und der ist eigentlich auch nur noch interessant, wenn man das alles schon liebgewonnen hat: Fritz Vogt ist heute im Ruhestand. Und er hat einen Nachfolger, der offenbar Lust hat, diese Geschichte noch ein bisschen weiter zu schreiben, trotz Excel-Tabelle.

So, und jetzt schnell wieder zurück zu Onlinebanking und Webzweinull so.

Extra Linksammlung zum Thema, mit reichlich weiterer Berichterstattung

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