Freitag, 16. Mai 2008

Live im Kraftwerk - letzter Teil

So. Um den Versuch einer Kraftwerk-Themenwoche hier würdig zu Ende zu bringen, habe ich noch ein paar charmante Liveschnipsel gesammelt, die aus der klassischen Kraftwerk-Phase stammen, als nur noch elektronische Instrumente eine Rolle spielten, sprich: Ab "Autobahn".

Das spielten sie damals auch als konzentrierte junge Herren in Anzügen bei Top of the Pops in England. Achtung, totaler Synth-Pr0n und Geek-Alarm, spätestens bei den stark nach Alufolie aussehenden elektronischen Drumkits:


Zur Veröffentlichung von "Mensch-Maschine" besuchten Ralf, Florian, Karl und Wolfgang die Sendung "Rock-Pop" im ZDF, deren Moderator sich sehr darum bemüht, alles unter Rockmusik einzusortieren – mit den frühen Roboterpuppen und einer perfekt ausdrucklosen Performance.


Youtube bietet noch massig Konzertausschnitte, gerade jüngeren Datums, die sich aber immer mehr gleichen: Das Equipment wird letztlich auf Laptops und wenige Controller eingedampft, und wenn man Pech hat, stehen da noch nicht mal Menschen, wie z.B. beim Opener vom SonneMondSterne 2006. Und gejubelt wird trotzdem. Hübsch anzusehen ist "Aerodynamik", 2003 bei den MTV EMAs, und auf jeden Fall lohnt sich die Anschaffung von "Minimum-Maximum": Die Liveversionen von der 2005er-Tour sind viel schöner modernisiert als die Remixe von 1991, und auch die DVD scheint sehr aufwändig gemacht.

Als Rausschmeißer gibt es aber meinen Lieblingsclip: 1981 in Utrecht wagt die Band sich, bewaffnet mit lustigen kleinen Gerätschaften, tatsächlich an den Bühnenrand, um "Pocket Calculator" zu spielen, und, man glaubt es kaum: Sie bewegen sich! Sie tanzen und zappeln! Und manchmal, ganz versehentlich, sieht man sogar ein Grinsen. Toll, oder?


(Bonustrack: Schweizer Fernsehmenschen sprechen von "chnöpfli-drückenden Musikern" und unterhalten sich mit Robotern, die für 1992 eine neue Platte ankündigen. Auch interessant.)

Bisherige Kraftwerk-Posts: 0, 1, 2, 3.

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