Donnerstag, 1. Mai 2008

Klickfutter

Ich weiss ja, dass ich illusorische Ansprüche stelle. Wieso sollten boulevardeske Massenmedien auch einen Fick auf den guten Geschmack geben. Aber die Berichterstattung über den Herrn Fritzl, der bis gestern noch F. hieß (wenn schon die Kampusch sagt, die Kinder brauchen eine neue Identität, dann kann man auf die Anonymisierung offenbar gut verzichten), ist mal wieder von vorne bis hinten derart schlecht als Journalismus getarnter Voyeurismus, dass es nicht mehr feierlich ist.

Aber andererseits ist wohl nichts pervers genug, um nicht noch via Bildergalerie für ein paar Klicks verwertet zu werden.



Da mutet es fast schon niedlich an, wenn die Onlineausgabe der ZEIT einen Artikel über den "Kampf um Klickzahlen" auf ganze fünf Seiten – zum Weiterklicken – zerhackt.

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