Dienstag, 26. Februar 2008

The Bitter End

Das sind ohne Zweifel zwei Live-Alben, die mit auf die einsame Insel kommen müssten.

Curtis Mayfield - Curtis Live
Donny Hathaway - Live

Gemein haben sie nicht nur die Tatsache, dass sie (zumindest teilweise) im The Bitter End in Greenwich Village aufgenommen wurden, sondern auch inhaltlich passen sie ganz hervorragend zusammen, in ihrer Clubatmosphäre, ihrer social awareness und in den reduzierten, hochkarätigen Bandbesetzungen.

Deswegen laufen sie heute weiter, beide abwechselnd, Curtis spielt 1971 u.a. mit Lucky Scott, Tyrone McCullen und Henry Gibson ein irrsinnig dichtes, intensives Set aus seinem frühen Solomaterial und neu gestricken Impressions-Nummern, und die Versionen von (Don't Worry) If There's a Hell Below, We're All Going To und We the People Who Are Darker Than Blue wären allein schon für ein paar Monate auf der Insel gut.

Donny Hathaway, der auch zur Backingband der Impressions gehörte und für Mayfields Curtom Records produzierte, eröffnet ein Jahr später mit What's Going On, bevor er sich zwölf Minuten lang um seinen Inner-City-Klassiker The Ghetto kümmert. Die Umsetzung von Little Ghetto Boy dürfte auch heute noch in HipHop-Ohren Erinnerungen wecken (Dre, Wu-Tang, anyone?), und zuletzt killt mich Willie Weeks' Bass-Solo auf Voices Inside (Everything is Everything) einfach restlos.

Hach. Schön.

Kommentare:

  1. yo, zumal little ghetto boy einer meiner lieblinge der chronic ist, den song hat noch nicht mal galliano kaputt gekriegt ,-)

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  2. Wie kannst Du Deinen Leserinnen und Lesern nur das Glück vorenthalten, das einen unwillkürlich in Beschlag nimmt (und das damals anwesende Publikum oder seinen lautstarken weiblichen Teil ganz offensichtlich auch), wenn Donny den Aufgang zu seiner YOU’VE GOT A FRIEND-Version aus seinem Rhodes zimmert? — Chills up and down my spine.

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  3. Ihr habt natürlich beide Recht. Jonas: indeed.

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