Montag, 30. April 2007

Beste Party der Woche?

Der Award geht neidlos und ohne nachzudenken an die Soulfood-Jungs, die letzte Nacht im 13. Stock grandios Gas gegeben haben. Vielen Dank, das war super. (Und macht es mir ausserdem sehr leicht, heute den kompletten Tag im Bett zu verbringen.)

Herrentreff

Ach ja, falls jemandem danach sein sollte, hier gibt es den Weltreisen-Soundtrack, den ich zuletzt erwähnt habe. Ganz weltumspannend ist die Musik dann doch nicht, aber irgendwas ist ja immer. Tracklist bei Interesse bei mir.

Mittwoch, 25. April 2007

Triple Trouble (+2)

Die nächsten Tage rappelt es mal wieder im Karton, ein wenig zumindest.

In Kurzfassung schaut das so aus, dass ich morgen (Donnerstag) ab 22h in der "Parzelle", Hamburger Berg 15, im kleinen aber netten Rahmen Deutschrap-Scheiben auflegen werde, die ich wohl zum Großteil seit dem letzten Jahrtausend nicht gespielt habe. Was ich genau einpacke, weiss ich nicht, aber ein Spaß wird das sicherlich. Die Decks teile ich mir mit der Gastgeberin Beaware von Wiseup, danke für die Einladung!

Freitag wird es dann etwas vielfältiger, ab 23h schleppe ich kubikmeterweise Platten in die Mandarin Bar um da ein wenig Wildstyle zu gehen. Bitte gerne reinschauen und ein bis mehrere Getränke nehmen, ich freue mich über wohlmeinenden Besuch.

Ebenfalls am Freitag, und zwar schon um 20h, eröffnet direkt nebenan (SKAM, Beim Trichter 1) "Eine Weltreise in Deutschland", eine Diplomausstellung mit Fotografien von Johanna Pudel, wo einerseits jemand auflegt, andererseits auch ein von mir vorbereiteter Soundtrack zum Thema "Weltreise" laufen wird. Momentan gehe ich noch davon aus, dass ich den bis dahin komplett habe.

Samstag ist dann die Assotos Weggehfeier im Waagenbau, weil die Jungs zukünftig jeden Freitag im ACK/Neidklub auf dem Kiez ihr Unwesen treiben. Zum Abschied gibt es im Waagenbau drei Floors voller Musik von Wajeed, Assotos, Mixwell, Tanzschule Karacho, Woop, Einmusique und und und... ja, sogar ich darf für eine Stundenschicht ran in dem ganzen Gewühl, und zwar von 1-2h auf dem Funkfloor.

Und zum Glück ist die einzige Samstags-Alternative zu Fuß erreichbar: Lutz und Suppe servieren lecker Soulfood im 13. Stock, auf die Jungs freu ich mich auch mal wieder.

Da sollte doch für jeden was dabei sein.

Montag, 23. April 2007

Das Stuttgart-Komplott

...oder ist Berlin endlich out?

Zumindest schreibt HipHop.de heute:

Nach Four Musics letztjährigem Griff in die Kuriositäten-Kiste (Icke & Er) scheut man sich in Stuttgart auch im Kalenderjahr 07 nicht vor Experimenten.

Sind die nicht 2002 nach Berlin gezogen? Sind sie. Und da sind sie immer noch.

Vermutlich ist aber nur der schlecht informierte Google-Textautomatismus schuld, denn wie soll HipHop.de da auch anständig recherchieren?

Sonntag, 22. April 2007

FAZ featuring Puff Daddy

Eine Betrachtung des weltweiten HipHop-Geschehens ist ja immer wieder gut für etwas gepflegten Kulturpessimismus, auch und gerade bei der FAZ. Neulich gab es dort zum Beispiel diesen ziemlich guten und sinnigen Artikel über die "Pornofizierung des Pop". Nun hat man sich eines neuen Phänomens angenommen, besser gesagt der Theorie, dass a) HipHop langweilig wird und dass das b) daran liegt, dass sich alle ständig nur gegenseitig featuren - wie schreibt man das eigentlich korrekt? Das hier ist auf jeden Fall der Artikel von Kaline Thyroff.

Nun ist der Grundgedanke ja nicht schwer nachvollziehbar. Viele Major-Alben glänzen durch Mittelmäßigkeit und/oder durch austauschbare Protagonisten, durch die immer gleichen geshoppten Beats und durch Langeweile. Viele auch nicht. Aber
man sollte seine Beispiele mit Bedacht auswählen, um da einen Zusammenhang zu belegen, sonst schiesst man schnell ins Leere. Wenn nicht gar ins eigene Bein.

Das erste Beispiel, das angeführt wird, ist ein gewisser Herr Diddy. Dummerweise wird er im Artikel konsequent als "P. Diddy" bezeichnet, was schon seit einiger Zeit nicht mehr sein offizielles Pseudonym ist, das nur am Rande. Und, naja, seien wir mal ehrlich - mit der Tatsache, dass Combs Ghostwriter beschäftigt, kein Über-Rapper ist und eher mediokre Alben macht, kann man nicht mehr besonders gut provozieren.

Nur zwei von fünfzehn Songs des Albums kommen ohne das obligate „featuring“ und den Auftritt eines Gaststars aus.

Ob das Album allerdings ohne Gaststars besser oder innovativer wäre, bezweifle ich stark. Geht aber auch gleich weiter, nächster Fall: Timbaland.

Am Freitag erschien Timbalands neues Album „Shock Value“. Den besten Song, „Give It To Me“, hat er zusammen mit den Superstars Justin Timberlake und Nelly Furtado aufgenommen. Außerdem haben an dem Album mitgewirkt: 50 Cent, Dr. Dre, Missy Elliott, Elton John, Nicole Scherzinger, Keri Hilson und andere.

Mei, na und? Timbaland ist und war schon immer vorrangig Produzent, und noch dazu einer der wichtigsten und frischesten auf diesem Planeten, der ab und zu auch zum Spaß ans Mic steppt. Wenn ein Produzent ein "Solo"-Album veröffentlicht, sollte man besser damit rechnen, dass er Gäste hat, oder? Mieses Beispiel also.

Die Angst, dass sich Musik allein nicht mehr verkaufen lässt, teilen Puff Daddy und Timbaland mit vielen großen Hip-Hoppern.

Er heisst nicht mehr Puff Daddy, kruzifix. Und "die Angst, dass sich Musik allein nicht mehr verkaufen lässt"... ist das nicht vielleicht ein ganz kleines bisschen auch die Erkenntnis, wie Popmusik und das zugehörige Business funktioniert? Erwartet irgendjemand, dass Mr. Mosley erst noch ein Album mit Magoo macht und Timberlake/Furtado nach Hause schickt? Oder dass Diddy plötzlich keine Klamotten mehr herstellt? Oder dass Roland Emmerichs nächster Film mit einer Super-8-Kamera gefilmt wird und straight in die Arthouse-Kinos für Rollkragenpullovermenschen geht? Ich zumindest nicht. Pop ist Pop bleibt Pop. Und zumindest in Timbos Fall auch noch ziemlich guter Pop.

Denn eigentlich steckt der Hip-Hop in der Krise. Das äußert sich nicht nur in den fallenden Verkaufszahlen der Rap-Alben (...)

Ach ja? Wie wäre es mit ein paar Belegen, bevor man einfach so den Untergang der vorherrschenden Jugendkultur in den Raum stellt? Als nächstes ist auf jeden Fall Nas dran.

Vorsichtshalber hat er einige Strophen auf „HipHop is dead“ quotenstarken Kollegen wie Will I Am von den Black Eyed Peas oder dem sechsfachen Grammy-Gewinner Kanye West überlassen.

Sogar mit seinem ehemaligen Erzfeind und Kritik-Adressaten, dem Hip-Hop-Großunternehmer Jay-Z, hat er sich versöhnt, um die neu gewonnene Freundschaft im gemeinsamen Song „Black Republican“ zu verkünden. Namedropping statt Rapgeschichten: Die Hoffnung besteht darin, dass allein die Namen bekannter Hip-Hop- und R'n'B-Stars zum Plattenkauf reizen.

Ich kann mir nicht helfen, aber ist Nas nicht auch ein ganz schön unpassendes Beispiel? Will I Am mag zwar ein farbenblinder Spacken sein, hat aber in den letzten Jahren an soviel Zeugs mitgewirkt, dass er einfach als Teil dieses Games akzeptiert werden sollte, und nicht als Faktor, der Leute wie The Game oder eben Nas auch auf das Pop-Level von BEP mitzieht. Kanye West arbeitet auf konstant hohem Niveau. Und die Story mit Nas und Jigga hier in zwei Zeilen auf Gewinnmaximierungsabsichten zusammenzustreichen ist leider auch bestenfalls die halbe Wahrheit.

Dann ist Akon dran. Akon ist mir wurscht. Aber:

Ähnlich wie Akon ergeht es Busta Rhymes. Keine Hip-Hop-Hookline ohne eine seiner schnell gerappten Wortexplosionen oder zumindest ein leidenschaftliches „Whoo-ha!“. Busta Rhymes' frappanter Reimstil galt lange als Ausweg aus der Langeweile, von dem Rapper wie Mos Def, Missy Elliott und Mase, aber auch die Pussycat Dolls und Mariah Carey dankend Gebrauch machten.

Fuckin' whut? Busta = Akon? Okay, der Typ hatte Parts von Lumidee bis sonstwo, aber selbst bei den Pussykatzen war er tight. Der Mann macht keinen Scheiss und hat gerade mit 34 das beste Album seiner Karriere abgeliefert. Wann und wo hat er zum letzten Mal eine Hook (Eine Hook!) mit "schnell gerappten Wortexplosionen" oder einem "leidenschaftlichen Woo-ha!" verziert? Bus-a-Bus singt Hooks für Hits? Die Welt wäre sicher besser, wenn Bus überall dort wäre, wo Akon ist. Aber Obacht, nächste Breitseite:

Auch er steht unter Erfolgsdruck und wartet auf seinem „Solo“-Album „The Big Bang“ mit geballter Prominenz auf. Sogar ein Altstar wie Stevie Wonder darf dabei sein.

...den 80% der Rapkids da draussen doch eh nur von "I Just Called to Say I Love You" kennen. Und noch dazu auf einem überragenden Tune. Übrigens sind auf dem Album auch Leute wie Marsha von Floetry, Q-Tip, Rick James, oder Raekwon - sollte man "The Big Bang" wirklich in eine Reihe mit Diddy-Quatsch stellen?

Huch, hab ich eigentlich erwähnt...

P. Diddy feat. Jamie Foxx (“Partners For Life“), Jamie Foxx feat. Snoop Dogg (“With You“) und Snoop Dogg feat. P. Diddy auf Livetour durch Europa.

...dass der Typ sich nicht mehr P. Diddy nennt? Und dass er als Feature-Gast auf Snoops Tour war, ist auch arg an den Haaren herbeigezogen, um nicht zu sagen: Mumpitz.

Fazit: Ich weiss nicht so recht. Komischer Artikel. Ich sage sicher nicht, dass da draussen nur Sonnenschein ist (obwohl, jetzt gerade schon) und alle Welt nur geile Platten aus Liebe macht. Aber die nachvollziehbare Intention des Artikel verpufft leider ziemlich wirkungslos zwischen x-beliebigen Beispielen. Auch wenn für die angesprochene Leserschaft die Argumentation schlüssig sein mag. Schade drum.

Samstag, 21. April 2007

Sly Stone Collection und Einkäufe

Ein schönes Geschenk für eure Lieben. Und ein Interview mit Rose Stone. (via Soulstrut Forum)

Ausserdem in letzter Zeit geshoppt und hochgradig empfehlenswert:

- Marc Hype & Jim Dunloop - Supastars: Schön abgehendes "My Adidas" Bootleg als 45 auf Milk Crate

- Die Kutiman 12" auf MPM, passt gerade sehr gut zu meinen Afrobeat-infizierten Hörgewohnheiten und geht schön nach vorne.

- Wo auch immer euch diese limitierte "Fakin' Jamaican Forty Five" unterkommt: Zuschlagen. Die A-Seite ist schön uptempo, trotzdem verkifft und hat noch dazu den Apache-Break, und die Flip ist ein unendlich dickes Rap-Monster. Mit sowas kriegt man mich ja.

- Und zu guter Letzt gibt es ja noch das zweite Release auf Rabbi Records: Die Afrobeat Academy geht "Afroconfusion" auf höchstem Level. Nur 400 gepresst, bei Jazzman wohl schon out of stock, also zugreifen, das ist ein Brett. So.

Mittwoch, 18. April 2007

Knut Killerspiel-abhängig! Amoklauf in Second Life!

Fehlt da nicht ein wichtiges Thema?

Jawohl! Vor lauter Geballer denkt keiner mehr daran, dass die Jugend sich ja vor dem Ballern erstmal irgendwo Mut ansaufen Muss. Und wo, wenn nicht bei einer...

...Flatrate-Party!

Gut, dass wenigstens noch die Bravo an vorderster Aufklärungsfront dabei ist.
Flatrate-Alarm
Flatrate-Alarm

(Klicken für volle Größe.)

Ohrwürmer und Kaffee

Unsortiert und hörenswert.

Nana Mouskouri - Black Coffee. Produced by Quincy Jones. (via)

"Der Fuehrer's Face" in zwei Versionen, einmal von Oliver Wallace und einmal von Spike Jones and his City Slickers. Krieg das mal wieder aus dem Kopp. Hier der Disney-Film dazu, via, via irgendwas anderes, was aber schon zu lange her ist. Vermutlich auch Spreeblick.

"Booniay! A compilation of West African Funk", auf einem ohnehin sehr bookmarkenswerten Musikblog. (danke, Hype)

Dienstag, 17. April 2007

Platte des Tages: House of Pain - Truth Crushed to Earth Shall Rise Again

Mann, die Platte ist auch schon gut über 10 Jahre her. Der geneigte Hörer erinnert sich vielleicht noch an 1992 (das ist sogar noch viel länger her), als nicht nur Kris Kross, sondern auch House of Pain durch die Gegend sprangen und Leute wahnsinnig machten, positiv wie negativ - ich meine, hey, "Jump Around" kam sogar in Mrs. Doubtfire vor, mehr muss man wohl nicht sagen. Auf jeden Fall war das zugehörige Album von House of Pain damals eine eher durchwachsene Angelegenheit, die vom Singlehit und der Tatsache lebte, dass da auf einmal Whiteys, Iren gar, Shamrock-bewehrt auf der Bildfläche erschienen und die Klappe aufrissen. Das ganze trug deutlich die Produzenten-Handschrift von Muggs und hatte viel von der aufgekratzen Sample-Ästhetik des 1991 erschienen Cypress-Hill-Debüts, leider aber auch viel Füllmaterial, von dem man schnell genug hatte.

Auch das zweite Album "Same as it Ever Was" klang 1994 wieder stark nach Muggs, allerdings schon ein Stück weiter, um genau zu sein, klang es so, als hätte Muggs schon fleissig für "Black Sunday" geübt, aber den Dreh noch nicht ganz rausgehabt. Die einfachen stop-and-go-Samples waren für die Zeit normal und recht funky, trotz fetter Nummern wie "On Point" und dem Titeltrack fehlte aber sowohl der Hit als auch ein Stück Reife und Souveränität zum Klassiker, wenn ich da nochmal den Vergleich zu "Black Sunday" heranziehen darf. Nicht verschweigen sollte man, dass Everlast hier verflucht viel besser ist als zwei Jahre früher, rough und tricky und der wichtigste Grund, dieses Album zu hören.

1996 hatte sich die Welt schon längst von House of Pain verabschiedet, man erwartete nicht mehr viel und bekam auf einmal wie aus dem Nichts diesen Stinkefinger von Album um die Ohren gekloppt. Diesmal hatten Everlast und Lethal eine düstere Soundwelt gestrickt, die nichts mehr mit den zappeligen Bassläufen, Drums und Tröten der ersten beiden Alben zu tun hatte, sondern vollkommen hardcore war, dreckig und eigenständig. Die Texte drehten sich immer noch um kaum etwas ausser House of Pain, waren dabei aber intensiver als je zuvor, voller starker, simpler Hooks und getragen von Whitey Ford und seinem in-your-face Gespucke. Auch heute noch mehr als ein entertaining listen, wie man so sagt. Und eines meiner liebsten Alben von damals.

Na okay.

Das Artwork war scheisse.

Und das nie gesehene Video zu "Fed Up" gibts auch noch:

Nicht umfassend berichtet


Yeah! Amoklauf und Second Life, das nenne ich up to date. Liebe gelangweilt-betroffene SpOn-Praktikanten: Wenn ihr jetzt noch rausfindet, was Knut davon hält, ist der Pulitzer-Preis in greifbarer Nähe.

Mann, Mann, Mann.

(Screenshot: Spiegel.de, Link zum "Artikel")

Nachtrag: Bester Kommentar der Woche

Frustkauf

Verdammich. Da war ich schon richtig schön in Schwung, wollte meine eingelagerten Reifen abholen und ab auf die Autobahn, um das kleine Auto meinem Vadder und so möglichst bald einem neuen Besitzer zu überlassen. Und jetzt schafft es Pit-Stop nicht, die Reifen vor Donnerstag aus dem Depot zu holen, ich hab sie ja auch erst vergangenen Freitag bestellt.

Nun ja. Bleib ich eben doch erstmal hier und kauf mir die Rednex. (via)

Montag, 16. April 2007

Vandalismus

Was kann man von einer Band erwarten, deren Drummer aussieht wie Alex Christensen und Drumpatterns auf Notenpapier neben sich hat, deren Organist in Wirklichkeit ganz bestimmt der Drummer von Wir Sind Helden ist, nur mit Pornobrille und auf Weed, und deren Sängerin vermutlich eine Mischung aus Cassandra Steen, Catalina und etwas TNT ist?

Einiges. Die Sweet Vandals haben Freitag im leider nicht wirklich vollen Mandarin gespielt und konnten mich nach einer Weile dann doch überzeugen, dass sie mehr sind als okayer Standardfunk. Zwar hat oft die gewisse Ecke Rawness im Sound gefehlt, die Drums klangen immer etwas zu clean, und die Eigenkompositionen der Band können auch nicht mit den Covertunes mithalten, aber die Sängerin ist eben doch 'ne Rampensau und verbreitet Spaß, während es mir eigentlich schon gereicht hätte, die ganze Zeit dem Organisten zuzuschauen. Der war arschcool, mit Verlaub. Aus meinem Blickwinkel seitlich der Bühne, vorne sie, hinten er, sah es fast ein wenig aus wie die Muppet-Show. Spaßig. (Das selbstbetitelte Album ist übrigens schon im Handel.)

Dann das übliche, Falk kauft die spanischen 45s zum nicht-hören, ich kaufe nichts ausser ein, zwei Drinks, Korthals, Storch und Eiden spielen schöne Musik und gut is, während nebenan wohl Silly Walks toben. Ist es eigentlich ein Naturgesetz, dass bei solchen netten Konzerten immer zwei, drei ältere Typen betrunken alleine in der ersten Reihe tanzen, sich schon nach zehn Minuten wie alte Freunde der Band fühlen und bei jeder Gelegenheit High Five geben wollen? Ein wenig Hornby-esk, aber wie auch immer. Und nein, ich spreche nicht von meinen Begleitern und mir.

Der Rest des Wochenendes war Sommer, Sonne, Sonnenschein und Frischluft im Alten Land. Hat da jemand Sommer gesagt?

Donnerstag, 12. April 2007

"Mein Gewissen ist absolut rein."

Andächtige Stille. Am Altar brennen zwei Kerzen. Durch die bunten Fenster dringt schwach das Morgenlicht. Auf der Bank in der vierten Reihe kniet ein junger Mann in einem qietschrosa (sic!) T-Shirt. Die Hände hat er zum Gebet gefaltet. Es ist Deutschlands frechstes Lästermaul – Comedystar Oliver Pocher (29, „Rent a Pocher“). (bild.de)


Kann den eigentlich irgendjemand ausstehen? Ist stumpf gleich frech gleich positiv? Ist Deutschland am Ende doch ein lustiges Comedy-Land, und ich merke es nur nicht? Und, liebe Freunde von sueddeutsche.de...

(...) wird aus Pocher noch ein deutscher Steve Martin?


I don't fuckin' think so.

Scratch

Ich hatte schon fast vergessen, was für ein liebevoll gemachter Film "Scratch" eigentlich ist. Natürlich ist es utopisch, auf Spielfilmlänge die Geschichte des DJing komplett abzuhandeln, aber Doug Pray hat damals - 2001 - eine wirklich gute, umfassende Doku abgeliefert. Und mit den richtigen Leuten gesprochen. Hier gibt es das Intro des Films bei Youtube, allein in diesen 3 Minuten schon mit Grand Wizard Theodore, Mix Master Mike, Premier, Z-Trip und Rob Swift.

2001 war ich gerade nach Hamburg gezogen, und im Sommer gab es die Hamburg-HipHop-Tage (hieß das so?), zu denen auch das Flash Festival gehörte. Da wurde irgendwann dieser Film in einem Kino gezeigt, vor einer Puppetmastaz-Show, und jetzt erinnere ich mich wieder, wie respektvoll grinsend ich nach dem Film aus dem nach draussen kam - nach unübertroffenen Szenen wie DJ Shadow im unbeschreiblichen Keller seines liebsten Plattenladens: "I once found a mummified bat over here."

Gut möglich, dass so ein Film heute nicht mehr funktionieren würde, weil er die Hälfte der Zeit über Serato und Final Scratch blubbern würde, anstatt sich auf DJs und Musik zu konzentrieren.

Schön, den mal wieder gesehen zu haben.

Mittwoch, 11. April 2007

Tenor & Banjo

Heute im Angebot: Beide Arten Musik!

Exklusiver Track von Überchef Olli Banjo, sogar mit Video. (Danke, David)

Und bei MyWaste erlaubt Kitty Yo, diverse Ohren in neues Material von Jimi Tenor zu werfen. Gewohnt schräg, aber tatsächlich wieder gut. Unbedingt "Dirty Jimi Take Off" und "Tsunami" hören.

Go(o)d News

Hallo, dies ist eine Anfrage an Ihre E-Mailadresse tightalta@fjenalta.de.
Sie würden nach Bestätigung in unregelmäßigen Abständen (monatlich bis wöchentlich) Newsletter/Rundschreiben von Wahrheit.tv über folgende Themen erhalten:

- Gott
- Wissenschaft
- Philosophie
- Theologie
- Religion

(...)

Wahrheit.tv
http://www.wahrheit.tv


Und das auch noch vom paranoiaspuckenden, Christenverfolgung witternden "Veritas Verlag" in Bad Dürrheim, das ist ja fast alte Heimat. Da hatte ich mal einen Resident-Club, Dariusch erinnert sich vielleicht noch verschwommen.

Aber trotzdem nein danke. Grüß Gott. Spaten.

Dienstag, 10. April 2007

Moers Def

Da wird mir ja ganz anders. Das gute alte Jazzfestival in Moers packt dieses Jahr zwei meiner Allerliebsten an einen Abend: Am 25. Mai spielen nicht nur Sharon Jones & the Dap-Kings, sondern auch die großen Antibalas. Ein Tagesticket kostet 32 Euro.

Verdammich. Sollte man da nicht mal über einen kleinen Ausflug nachdenken?

Wieder Stereo

Liebe Menschen: Sich die Ohren fachmännisch ausspülen zu lassen, ist vielleicht das Beste, was man bei einem Arzt anstellen kann. Ich höre die Welt wieder glasklar, und das sogar auf beiden Seiten. War aber auch klar, dass ein Ohr genau dann zupfropft, wenn das lange Osterwochenende anfängt. Keine Sorge, keine weiteren Details.

Ach ja. Osterwochenende. Da ging auch einiges: Luther hier zum Essen, Gideon & Miss Leema, in Folge ich im Koma mit der zweiten Staffel House (addicted) und Übersetzungskram, Samstag Philarmonix im 13. Stock, Sonntag Caracho, kurz Soul Allnighter und wieder Leema, gestern K.I.Z., heute Ohrenarzt und ganz ganz vielleicht ja noch Sido.

Donnerstag dann schon wieder Planet Asia, Rasco (?), J-Ro und Wildchild, Freitag endlich die Sweet Vandals.

War's das? Yo.

Mittwoch, 4. April 2007

Das Gegenteil von gut

Es ist ja sicherlich gut gemeint, dass HHV.de den allumfassenden Katalog (Papier ist der neue Online-Shop?), den ich vor ein paar Tagen in der Post hatte, mit einer Art Magazinteil garniert. Und natürlich darf man keine journalistischen Meisterleistungen erwarten, wo Verkaufsförderung im Vordergrund steht und das Material aus dem Onlinemag nochmal abgedruckt wird. Aber trotzdem...

1. Ein Interview mit El-P, in dem er erzählt, wie "wahrscheinlich" seine Tour aussehen könnte, während er zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade durch Deutschland tourt, dürfte ja doch schon ziemlich abgehangen sein. Im Hinblick auf den Titel seines neuen Albums passt immerhin ganz gut, dass das Interview aus der Februar-Ausgabe eines gewissen Dead Magazin übernommen wurde.

2. Meta-Gequatsche wie "ein Interview mit Sean Price ist kein Spaß" ist für den Leser seit jeher vollkommen irrelevant, insbesondere wenn Sean Price dann fröhlich Scherze macht und brav alle Fragen beantwortet.

3. Ich erwarte keine deepe Kritik im Review-Zweitverwertungs-Teil eines Versandhauskatalogs. Aber bitte, hört und schaut euch die Sachen doch wenigstens mal an, über die ihr schreibt. Dann wüsstet ihr auch, was auf der Disco Diamant DVD drauf ist und was nicht. Und dann könnten auch solch schöne Worthülsen wie das Schleudertrauma (vom Kopfnicken) oder 70er Jahre Porno-Mucke (beides über die Kashmere Stage Band!) dort bleiben, wo sie hingehören: Im Museum unbeholfener Schreiberei.

4. Klar macht das nicht viel Spaß. Aber wenn man irgendwann keinen Bock auf mehr auf Rechtschreibung, Großschreibung und Zeichensetzung hat, kann man einfach jemanden fragen, der sich damit auskennt.

5. Exemplarisch noch ein Dankeschön für die Clipse-Review. Das Album ist übrigens seit November draussen, die Review seit Januar online.

Ich wünsche mir manchmal, dass man für Inhalte auch nur halb soviel Zeit aufwendet wie für Grafik und Layout.

Dienstag, 3. April 2007

Aitken und Waterman

...kamen gerade vorbei, um mir einen Stock zu bringen. Haha. Ein kulinarischer diesmal (wobei Kaffee und Alkohol ja auch schon in die Richtung gingen). Was ich gegessen habe, aufregend hm? Ich erinnere mich an nichts vor Freitagnachmittag, also fang ich mal da an.

Freitag
Auf der Autobahn auf dem Weg nach Köln irgendwann, nach Ewigkeiten im Stau, ein McRib Menü. Abends bei Kleinski spanische Leckereien und Wurstwaren, ergänzt durch einen Muffin zu später Stunde.

Samstag
Keine Zeit verschwenden, lieber cruisen. Frühstück waren also nur belegte Brötchen von Backwerk. Abendessen: Die legendären Fajitas von Cancun, Kölns wohl bestem Mexikaner.

Sonntag
Spätes Frühstück im Lizbät: Ein Crêpe Huseyin, mit Hack, Oliven, Feta und Jalapenos zum Ausnüchtern. Abends auf der Autobahn, jaha, ein Royal TS Menü. Ich esse nicht an Autobahnraststätten.

Montag
Normales Frühstück zuhause. Tolles Bio-Brot gekauft. Abends Pasta mit Sellerie-Paprika-Tomatensauce von Hannes.

Und heute gab es Haferflocken mit Apfel und Banane sowie frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück, um die Bilanz noch etwas aufzubessern.

Wer in den letzten 14 Tagen auch Haferflocken gefrühstückt hat, darf sich den Stock gerne selbst in den Garten schmeissen.

Montag, 2. April 2007

Waitin' to Inhale

Wieder da, nach einem sehr tollen Wochenende mit guten Menschen, gutem Wetter und Cabriogeflitze durch die sonnige Eifel - da kann man auch mal auf El-P verzichten. Und sogar in Hamburg ist das Wetter immer noch abstrus gut. Kann also losgehen, die Woche, insbesondere mit "Red Gone Wild" und dem herrlich verkifften neuen Album von Devin tha Dude im Player.

Dann wollen wir uns mal um Miete und Bußgeldbescheide kümmern...