Montag, 29. Oktober 2007

Köln, Hamburg, Sharon, Soulfood und der Rest der Welt

Das war jetzt so viel, dass mir nicht mal eine anständige Überschrift einfällt. Wo war ich stehengeblieben? Letzten Mittwoch wohl.

Der war tagsüber relativ kurz, so dass es für Kkleinski und mich gerade zu einem entspannten Frühstück gereicht hat, bevor es langsam wieder dunkel wurde. Abends sollten wir dann auf einer etwas Erstsemester-lastigen Party im Rose Club auflegen, was nach einem etwas zähen Anfang noch sehr spaßig wurde. Der Trick: Anstatt auch nur einen einzigen Wunsch zu erfüllen, haben wir eine große Tüte Nimm 2 gekauft und an alle Musikwünscher verteilt, was super funktioniert hat. Wir konnten weitestgehend spielen was wir wollen ("Wenn schon Abiparty, dann wenigstens eine, auf der ich derbe feiern würde"), die Leute wollten irgendwann nicht mehr gehen, und auch der Dariusch hat uns bestens Gesellschaft geleistet. Ein großes Danke an Willie und die Barcrew. You rock.

"Das Lied ist ja geil, wer ist das denn? Kannst du mir das aufschreiben?"
"Äh... Elvis."


Der Donnerstag begann in Köln mit der üblichen Last-Minute-Jagd zum Zug, der uns mit Jörg nach Hamburg bringen sollte. Der Abend bestand dann vorrangig aus dem Einkauf und der Vernichtung von Sprituosen im lustigen WG-Kreis, einem Mitternachtssnack bei Erikas Eck und dann doch noch einem Abstecher in den Pudel zu DSL. Trotzdem rekordverdächtig früh gegen 4 zuhause.

Freitag war endlich Sharon-Jones-Tag. Und da ohnehin keiner wissen will, was tagsüber alles war: Wenn das Konzert in Köln schon groß war, war Hamburg kompletter Wahnsinn. Nach ein paar Tracks haben Sharon und die Dap-Kings sich so in Laune gespielt, dass sogar das Hamburger Publikum ganz schön am Rad gedreht hat. Wer rockt, bekommt nun mal Liebe. Sharon fegte über die Bühne, dass es eine Freude war, die Band war tight wie 'ne Eins und hat mich spätestens mit einem 10-Minuten-Jam von "Genuine" schlichtweg gekillt. Beim ausufernden "It's a Man's World" als Zugabe war es dann sowieso um alle geschehen. Für mich das Konzert des Jahres bisher.

Danach gab es noch etwas Auflegerei, eine abstrakte Geburtstagsparty im Hinterzimmer, eine Flasche Whisky, 20 Cheeseburger und wieder die doofe Erkenntnis, dass es morgens um 7 noch dunkel ist.

Die Aktivität kehrte auch erst mit Einbruch der Dunkelheit wieder ein. Buzz-T war so toll, den kleinski und mich nach Lübeck mitzunehmen, wo uns direkt lecker Essen und ein riesiger Haufen guter Menschen erwartete, die sich im Laufe der Nacht auf drei Floors verteilten.

Pushen und Bubbles eröffneten mit einem sehr schönen Funkset, während Mad sich später zwischen BEP und Soft Cell in eher poppigen Gefilden herumtrieb, soweit ich das hören konnte. Die Disco Diamanten Scope & Def gingen tief discofunkig, mit Feuer aber leider ohne Mic, und Mirko cuttete Funksingles auf bis zum Ende. Alles super. Ein Dankeschön geht an meine Kollegen vom zweiten Floor, namentlich Palärmo, Albert (endlich!) und den völlig durchgedrehten Suro, der sich den Preis für das wildeste Set des Abends redlich verdient hat, schöne Grüße an die enttarnten Blogleser in der Crowd, und das dickste Danke haben sich natürlich die Gastgeber verdient: Lutz, Suppe - Happy Birthday!

(Das wäre ja auch ein schönes Schlusswort, das hier ist sowieso zu viel Text mit zu wenig Fotos - aber auch die zwei Gleichgesinnten, die sich mit mir morgens noch per Bus und Bahn auf den Weg nach Hamburg ins jeweils eigene heimische Bett gemacht haben, sollten ihren verdienten Dank bekommen. Und das war's jetzt wirklich.)

Kommentare:

  1. Danke zurück ;-)!
    Hoffe, Du kränkelst nicht zu heftig!? Your partner in garlic-crime*

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  2. Ich hab immer noch Alpträume von diesem Knoblauchfladen. Sonst geht's aber...

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  3. Da hatte ich wohl richtig Glück mit dem Knobi-freiem Büffet :)

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