Montag, 24. September 2007

Schweiz! Österreich!

Man kommt aber auch durcheinander bei so viel Länderhopping. Zumindest bin ich Samstagfrüh - zu früh - mit der fast kompletten Bande nach Zürich geflogen, von dort weiter mit der Bahn nach St. Gallen, wo wir schließlich von einem Shuttle abgeholt und über die Grenze nach Dornbirn gefahren wurden, das für die vorhandenen 6 DJs und Platten eindeutig zu klein war. Aber es ging ja nicht anders.

Jedenfalls war das Wetter da unten exquisit, den Samstag habe ich weitgehend faul mit ein paar Radler in der Sonne verbracht, gefolgt von Hotelbar, Wiener Schnitzeln und Lokalterminen in diversen der Clubs, die zum City Surf gehören. Ich war in einen Club eingeteilt, der durch eine Tiefgarage zu erreichen war und von innen aussah, wie eine schicke, große Gummizelle. Der DJ-Arbeitsplatz war etwas ungünstig in der Wand versteckt und von einem Stapel Endstufen auch anständig beheizt, und dank des Improvisationstalents Didi, der als unser Reiseführer fungierte, hatte ich schließlich auch ein gutes Mischpult an Stelle des etwas überholten 8-Kanal-Monsters, das mich da erwartet hatte.

Ein kurzer Abstecher noch ins Tivoli, wo die Original Jazz Rockers für ein Mini-Set eingesprungen waren, dann um 12 wieder in "meinem" Innauer: Im Anschluss an den Resident DJ Ynny habe ich direkt mit etwas Elektro-Gekloppe übernommen (Der Opener. Ein Viech.), dann bald Druck rausgenommen und mit funky Break-Zeugs und ein wenig altem Rap weitergemacht. Darauf sind zumindest die Meisten klargekommen, auch wenn ich wohl trotz aller Bemühungen nicht so beliebt war wie die sonst dort steigenden Housepartys. Ein paar Leute haben sich aber sogar richtig gefreut.

Bis kurz vor 4 durfte ich den Laden leer spielen, die Partymeute hatte sich längst ins Conrad Sohm zu den Jazzrockern verzogen (sicher der einzige Club mit eigenem Wasserfall), wieso also nicht das gleiche tun? Das mündete dann in gemeinsamer Auflegerei mit den Herren Korthals, Lee und Sauer auf einer riesigen Bühne und mit einer Monitoranlage, die lauter war als der ganze Club vorher, und gegen halb 7 entspannt ins Hotel: Personal verwirren und proletiges Proseccofrühstück vor dem Schlafengehen. Puh.

City Surf
Michael Sauer, ein verdeckter Oliver Korthals und Marcus Lee, im Conrad Sohm.

Zwölf Stunden später hatte uns Hamburg wieder. Dass ich nach zwei Stunden Pause doch noch zu Slum Village gegangen bin, war eine gute Entscheidung - zwar habe ich ausser DJ Dez auf der winzigen Bühne des Neidklub niemanden gesehen (die sind aber auch klein), das Konzert war aber sehr erfrischend. Und dass ich danach noch kurz den Typen kennengelernt habe, der das Quasimoto-Erdferkel gemalt hat, war ein lustiger kleiner Bonus.

Kommentare:

  1. hm, jetzt bin ich schon ein wenig erschrocken, dass du LCD spielst.
    also, ich mag die ja, aber das ist schon grenzwertig ... wenn andere ausser mir auch auf die idee kommen, indie, funk, rap und breaks miteinander zu verknüpfen ;-)

    k

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