Montag, 9. Juli 2007

Klappe zu

Instrumentale Musik ist ja eine ganz eigene Disziplin in diesen lauten Zeiten. Es bedarf schon einiges an Können und Gelassenheit, einfach mal für eine Stunde die Mikros wegzulegen und nur die Instrumente sprechen zu lassen. Keine Hooks zum mitgrölen, keine Geschichten, kein Gequatsche. Aktuellstes Beispiel sind unsere lieb gewonnenen Tunichtguts des Rap, HipHops über vierzigjährige Tick, Trick und Track. Nachdem ihr letztes Album eine laut gekrächzte Liebeserklärung an alten Rap und den großen Apfel war, ist "The Mix Up", das ja inzwischen endlich draussen ist, ein totaler Gegenentwurf dazu: Mikros und Sampler weg, es wird wieder von Hand musiziert.



Natürlich erfindet dabei keiner das Rad oder sonstwas neu. Aber das muss auch keiner. Ein paar gut abgehangene, knarrende Funkjams sind dabei trotzdem herausgekommen, die im Gegensatz zum schönen, aber zusammengewürfelten "The In Sounds From Way Out" (1996) auch viel mehr als musikalische Einheit daher kommen. Gut ist das, sehr angenehm, und zur Abwechslung auch mal wieder erwachsen.

Etwas anders liegen die Fakten bei Staten Islands Budos Band, die auch schon mit ihrem Debütalbum den Tanz auf dem Vulkan - ganz ohne Vocals - bravourös gemeistert haben. Seit einigen Tagen rotiert hier bei mir das Nachfolgewerk, das logischerweise "The Budos Band II" heisst und wieder hochklassigen, bläserlastigen Schwergewichtsfunk mitbringt. Dauert noch eine Weile bis zum offiziellen Release, und deswegen gibt es ein wenig Livematerial zum Gucken.



Die sind ganz schön super.

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