Montag, 9. Juli 2007

Illic People

Guten Tag und herzlich Willkommen, sie kommen gerade rechtzeitig zum aktuellen, vorhersehbaren Montagmorgenneuewochepost.

Also: Es ist Montagmorgen, eine neue Woche beginnt. Das heisst aber auch, dass ein Wochenende mit zwei Großereignissen der anstrengenden Sorte hinter uns liegt, und dafür kann man dankbar sein. Zum Glück wohne ich ausreichend weit vom Kiez entfernt, um den Schlagermove nicht direkt vor der Haustür zu haben, und so kam die Konfrontation erst spät. Aber immerhin. Durch eine Fügung glücklicher Umstände und die Verleugnung physikalischer Grundsätze habe ich es mit dem Fahrrad unbeschadet zur Auflegerei im Mandarin geschafft, obwohl die Straße ab dem kieznahem Drittel des Heiligengeistfeldes aussah, als hätte eine Horde Elefanten in einer Brauerei Polterabend gefeiert. Ein Scherbenteppich für Fahrradfakire.

Die erste Gruppe Gäste im Mandarin kam dann auch zweifellos direkt von der Veranstaltung, die ich gerne für Hamburgs Ersatzkarneval halte. Eine Gruppe Holländer, die so verflixt gut drauf waren, dass sie auch zu den obskuren, langsamen Funkbreaks, die ich gerade spielte, sofort auf die Sitzmöbel stiegen, weil es sich dort besser tanzen lässt. Vor lauter Freude entstand auch schnell eine nette Unterhaltung, die nur dadurch etwas einseitig wurde, dass sie in hollädischer Sprache über mehrere Meter quer durch den Raum geführt wurde. Immerhin, sie hatten Spaß, und ich auch, während der Rest des Abends eine interessante Gästemischung aus Schlageristen, Mainstream-Flashdance-Crowd von nebenan und erfreulich vielen bekannten Gesichtern entstehen ließ. Es war die ganze Nacht gepackt voll, bis dann so nach halb 6 nur noch knutschende Pärchen und schlafende Besoffene übrig waren. An dieser Stelle ein Dank an Buzz-T, der mir netterweise eine zwanzigminütige Pause in deutlich über 6 Stunden Plattenspielen beschert hat. Und Danke, Herr Serato, you made my night.

So war es dann ein Leichtes, am Sonntag keinen Kontakt zum zweiten Großereignis herzustellen: Dem Motorradgottesdienst. Letztes Jahr hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, und musste mir in Windeseile überlegen, auf welcher Seite der Strecke ich die nächste Stunde lieber verbringen wollte.

Alles in Allem also sehr gut. Nur, dass ich leider den Auftritt von Bata Illic auf dem Heiligengeistfeld verpasst habe und mich so mit ausdauerndem Scherzen über Afrika Bam-Bata und die Illic People zufrieden geben musste.

Kommentare:

  1. Bata Illic lebt noch und war außerdem auf dem Heiligengeistfeld??? Mann, überall ist es besser, wo ich nicht bin.

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  2. Ja, Bata tut es immer noch. Man muss sich ohnehin mal das komplette Programm auf der Zunge zergehen lassen. Nur Highlights.

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