Mittwoch, 4. Juli 2007

Aggro Grünwald

Zugegeben: Sich über Rap lustig zu machen, ist nicht schwer. Dabei lustigen oder gar besseren Rap zu machen, hingegen sehr. Die "Stehkrägen", Top-Act von Aggro Grünwald, liegen mit ihrer Rich-Kid-Rap-Nummer irgendwo in der Mitte - während die Musik ziemlich grausig bleibt, zeugen wenigstens die Künstlerbiographien von Yachtmeister und Posse von etwas Humor. Der repektable MC Erbgraf legt z.B. Wert darauf, "fernab vom Mainstream auch die Golfplätze anderer Kulturen kennen zu lernen", während Goldmann X schon früh gelernt hat, was Verantwortung bedeutet, "denn er konnte Berater von McKenzie bei der Arbeit beobachten".

Ob das jetzt allerdings den Platz für ein unlustiges Telefoninterview wert ist, den die TAZ einräumt, oder überhaupt hier darüber zu schreiben, ist wohl Geschmackssache. Dass aber tatsächlich darüber diskutiert werden muss, ob die Stehkrägen das ernst meinen, wie die letzten zwei Absätze des TAZ-Artikels nahelegen, finde ich schon etwas seltsam.

Da höre ich dann doch lieber weiter Icke & Er, deren Album nicht nur erstklassig produziert ist, sondern auch ähnlich viel Spaß macht wie vielleicht Sidos "Maske", nur anders.

(Danke an Jonas für den Tip.)

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