Montag, 16. April 2007

Vandalismus

Was kann man von einer Band erwarten, deren Drummer aussieht wie Alex Christensen und Drumpatterns auf Notenpapier neben sich hat, deren Organist in Wirklichkeit ganz bestimmt der Drummer von Wir Sind Helden ist, nur mit Pornobrille und auf Weed, und deren Sängerin vermutlich eine Mischung aus Cassandra Steen, Catalina und etwas TNT ist?

Einiges. Die Sweet Vandals haben Freitag im leider nicht wirklich vollen Mandarin gespielt und konnten mich nach einer Weile dann doch überzeugen, dass sie mehr sind als okayer Standardfunk. Zwar hat oft die gewisse Ecke Rawness im Sound gefehlt, die Drums klangen immer etwas zu clean, und die Eigenkompositionen der Band können auch nicht mit den Covertunes mithalten, aber die Sängerin ist eben doch 'ne Rampensau und verbreitet Spaß, während es mir eigentlich schon gereicht hätte, die ganze Zeit dem Organisten zuzuschauen. Der war arschcool, mit Verlaub. Aus meinem Blickwinkel seitlich der Bühne, vorne sie, hinten er, sah es fast ein wenig aus wie die Muppet-Show. Spaßig. (Das selbstbetitelte Album ist übrigens schon im Handel.)

Dann das übliche, Falk kauft die spanischen 45s zum nicht-hören, ich kaufe nichts ausser ein, zwei Drinks, Korthals, Storch und Eiden spielen schöne Musik und gut is, während nebenan wohl Silly Walks toben. Ist es eigentlich ein Naturgesetz, dass bei solchen netten Konzerten immer zwei, drei ältere Typen betrunken alleine in der ersten Reihe tanzen, sich schon nach zehn Minuten wie alte Freunde der Band fühlen und bei jeder Gelegenheit High Five geben wollen? Ein wenig Hornby-esk, aber wie auch immer. Und nein, ich spreche nicht von meinen Begleitern und mir.

Der Rest des Wochenendes war Sommer, Sonne, Sonnenschein und Frischluft im Alten Land. Hat da jemand Sommer gesagt?

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