Dienstag, 9. März 2010

Kuchenplatte #4 - Flyer

Freitag, 5. März 2010

Kuchenplatte #4 + neue Website

Geht weiter: Am 10. April!
Bitte erstmal hier entlang.

Heute @ Gender Skillz in Hannover


Montag, 1. März 2010

Fruit Loops

Obst als Controller.

Ja, Obst.

Fruit Loops from formalplay on Vimeo.


(via)

Donnerstag, 25. Februar 2010

Zeitvertreib

Jaja, ich blogge gerade kaum noch. Und über diese Tatsache zu schreiben, ist eigentlich auch schon zu meta für meinen Geschmack, aber irgendwie doch ein Thema. Jedenfalls ist es gerade zur Abwechslung ganz hübsch, reichlich Arbeit geregelt zu kriegen, nebenbei endlich eine nächste Kuchenplatte anzuschieben und abends lieber lecker Essen zu kochen als hier Geschichten zu schreiben.

Oder anders: Es mangelt ganz sicher nicht an Input. Aber je mehr man davon hat, desto eher nimmt man auch wahr, wieviele Menschen an der schnelllebigen Blogfront mit neuem Zeugs so viel schneller sind, dass man sich irgendwann fragt: Wieso sollte ich das als Hundertster auch noch bloggen? Wem hilft's, wer liest's? Gleichzeitig wird dadurch der Output viel fragmentarischer, und ich habe immer seltener das Bedürfnis, ausführliche Dinge zu schreiben, die ich nicht auch über Twitter abhandeln könnte. Oder Dinge, für die ein Facebook-Kommentar langt. Oder die für MRD relevant sind und dort viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Und, natürlich auch nicht uninteressant: Was kommt zurück? Nicht, dass man das hier nur betreiben würde, um Kommentare zu zählen. Aber wenn man Feedback von Lesern (oder Hörern) fast nur noch über Facebook oder Twitter bekommt, wenn überhaupt, merkt man schon sehr deutlich, wie sich die Strukturen und Kommunikationswege verändert haben in den fast fünf Jahren, seit ich mit dem Bloggen angefangen habe.

Und nu? Dinge bewegen sich. Und mich und dich. Input und Output werden immer da sein, egal über welche Kanäle, und das macht es ja gleichzeitig auch wieder so interessant. Und auch hier werden sicher noch lange irgendwelche Dinge passieren.

Aber bis dahin kann man ja auch einfach ein bisschen Musik hören.


Random-Lieblinge 02/2010:

Vast Aire - Look Mom, no hands
Gutes Album. Noch viel besserer Titeltrack. Schepperfunk zum Durchdrehen und Sachen schmeißen.

David Bowie - Low (LP) & Heroes (LP)
Absichtlich nur zwei der drei Berlin-Alben. Weil sie total Sinn machen.

Miles Davis - Tribute to Jack Johnson (LP)
Weil es für Rock das war, was "On the Corner" für Funk war: Ein Kniefall und eine Ohrfeige. Hörprobe: "Right Off"

Donny Hathaway - Everything is Everything (LP)
Donny halt. Toll. Und weil ich so lange dachte, Nate Doggs "I Got Love" wäre selbstgemacht.

Tufu - Die Symbolik des Mastschweins (LP)
Punchlines mit Herz und Humor. Manchmal braucht man gar nicht mehr.

VA - Bag of Nothingness (free LP)
Shlohmo - Shlo-Fi EP
Beats. Seltsam frische, kantige Beats. Zerhackt und für lau.

John Carpenter - Assault on Precinct 13 (LP)
Sägender Proto-Ambient-Score für starke Nerven.

Trus'me - In the Red (LP)
Neo Soul ist eigentlich House ist eigentlich Moody Deep Disco.

Herbie Hancock - Crossings (LP)
Groß, weit und tief. Was für eine gute Platte.

Und das neue Album von Gil Scott-Heron habe ich immer noch nicht richtig gehört.

Ich drück mal auf "veröffentlichen", schon toll, dieses Internet.

Freitag, 12. Februar 2010

Stockholms Straßen

… sind voller Schnee. Trotzdem hin da.

Will sagen: Ich bin mal drei Tage raus, schüss.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Going back to Kölle

Um einen Spontanbesuch in Köln sinnvoll erscheinen zu lassen, habe ich mich erstmal bei den Disco Diamanten eingeladen, um mit ihnen morgen ein paar gemeinsame Vorkriegsbreaks in der Ü60-Disco zu spielen:


Samstag geht es dann nach dem Grießbrei und einem schönen Schonkost-Abendessen gegen 17 Uhr weiter mit Grampa Kleinski, so ab 22 Uhr werden wir in der Bar Ehrenfeld zum Tanz aufspielen.

Und Sonntag … hm … was macht man wohl am Sonntag?

Haha:

Trlingual Dance Sexperience

Dorian Concept - Trilingual Dance Sexperience from Prcls on Vimeo.



Dorian Concept ist eh der Geilste:

Strange Music

Das wohl einzige Video zu einer meiner derzeit liebsten Platten, nämlich "Genius" von Krizz Kaliko …



… der seinerseits als Backup von Tech N9ne durch die Lande zieht. Vom Chef noch diese wirklich große Nummer hier:

Tufu - Tortenheber-Ohren-Kette

Kurz und geil und auch schon ein, zwei Tage draußen:


Tufu - Tortenheber-Ohren-Kette. from Kevoe on Vimeo.

Das zugehörige Album "Die Symbolik des Mastschweins" gibt es für lau dazu, und auch wenn es nix neu erfindet, ist es doch für ein paar U-Bahn-Fahrten auf dem Kopfhörer gut. Sehr gute Sache.

Watschnbaam

Man soll ja nicht so viel übers Bloggen bloggen, sag ich. Deswegen an dieser Stelle auch keine großen Erklärungsversuche für die Inhaltsfreiheit hier. Sondern:

Nach den paar Tagen, die ich neulich in Wien verbringen durfte (die ersten Ergebnisse sieht man hier bei MRD), hat Mundartrap gerade eine ganz gute Zeit bei mir. Auch solcher aus Bayern. Was schon ein paar Wochen älter ist, auf eine seltsame Art aber immer noch rockt, ist das hier:



Das zugehörige Album "B-Aya-N" besteht dann zu gut zwei Dritteln aus ähnlich reduzierten Beats mit Sinnloslyrics, die teils rocken, teils etwas dröge werden und eigentlich fast immer entweder an ein Clipse-Album oder an "Drop it like it's hot" erinnern. Eindeutiges Highlight: Ein Haindling-Vocalsample. Dazwischen sind dann noch ein paar "Ich lieb den Scheiß"-HipHop-Bekenntnisse auf klassischen Samplebeats, die man sich leider gern hätte sparen können.

Aber der Watschnbaam rockt.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Karl Hector & The Malcouns live in Dublin

Was mit "Musicawa Silt" anfängt, kann ja gar nicht mehr uninteressant werden. Also bidde:

Karl Hector & The Malcouns live at ChoiceCuts by ChoiceCuts

(Info & via)

DJ Vadim + Band am Freitag


Mittwoch, 20. Januar 2010

Four Tet: Neues Album hören

There Is Love In You by Four Tet

(via)

Change My Pitch Up, Smack My Bitch Up

Ganz aufschlussreich: Ein rekonstruiertes "Smack My Bitch Up"



(via)

Montag, 18. Januar 2010

Cool Kids - We Can Do It Big

WE CAN DO IT BIG: VIDEO from Creative Control on Vimeo.

Goodie Mob & The Roots - Soul Food



(auch hier)

Samstag, 16. Januar 2010

Gil Scott-Heron und der Teufel

Freitag, 15. Januar 2010

Digitales DJing, Spielzeug und mehr Chili

Vor anderthalb Jahren habe ich hier schonmal etwas ausführlicher über digitales DJing, Vinylkultur und solches Zeugs geschrieben. Anlass war damals Chili con Carne, etwas über ein Jahr eigene Akklimatisierung mit dem Digitalzeugs und ein bisschen Interesse für Interfacedesign.

Vor dem Hintergrund der gestern vorgestellen Produktneuheiten der Firmen Ableton, Rane und Serato (The Bridge, Scratch Live 2 und Sixty-Eight) habe ich mir wieder verstärkt Gedanken über Scratch Live (SSL), das liebgewonnene Tool meiner Wahl gemacht, besonders im Vergleich zum meiner Meinung nach einzig ernsthaften Konkurrenten, Traktor Scratch Pro von Native Industries.

Wenn du bisher die Hälfte nicht verstanden hast, solltest du nicht weiterlesen. Es wird dich nicht interessieren.

Jedenfalls: Meine Gründe, mich für SSL zu entscheiden, waren vorrangig die Stabilität der Software zu einer Zeit, als Traktor ohne Tweaks immer noch als recht zickig galt, das nach wie vor sauberer wirkende GUI und natürlich auch die Verbreitung: Bis heute benutzt der überwältigende Großteil meiner digital auflegenden Kollegen SSL, man kann sich austauschen, schnell mal umstöpseln und spricht die gleiche Sprache.

Aber Zeiten und Ansprüche ändern sich: Ein solches System ersetzt mir nicht mehr nur die Plattenkiste, sondern hat in fast drei Jahren auch stark verändert, wie ich auflege. Mit automatisierten Loops, Cuepunkten, visuellen Hilfen und (Hardware-)Effekten bewegt man sich irgendwann vom Tracks-Abspielen zum Remixen, man kann in fertige Arrangements eingreifen und lernt die Möglichkeiten zu nutzen, die einem ein analoges Setup nicht bieten kann. Genau da stößt SSL irgendwann an seine Grenzen, vergleicht man die in v2 erstmals hardwareunabhängig nutzbaren Effekte mit denen in Traktors Pro-Versionen, ganz zu schweigen von immer noch fehlenden Beatgrid- (trotz Ableton-Kooperation!) und Sync-Funktionen.

Ja, Snyc, I said it. Echt jetzt. Seit etwas über 15 Jahren schubse ich inzwischen an Platten und Pitchfadern rum, um Musik gleich schnell abzuspielen. Das kann ich inzwischen ganz gut und es ist keine Herausforderung mehr, sondern hält mich höchstens davon ab, z.B. zwei parallel laufende Loops mit Effekten und EQs zu manipulieren. (Oder einen Schluck Jacky-Coke zu nehmen. Oder mich fragen zu lassen, wann ich denn endlich Black Eyed Peas spiele, weil sich eh keine Sau für so ein Gefrickel interessiert.)

Genau deswegen ist langfristig gesehen auch das Konzept der Timecode-Kontrolle nur eine Krücke. Heute und morgen möchte ich nicht darauf verzichten, weil a) immer noch sporadisch echtes Vinyl in meinen Sets auftaucht und b) ein altmodischer 1210er der schönste, verbreitetste und intuitivste Controller zum Mixen und Scratchen für mich ist. Aber weiß der Teufel, ob ich mich nicht vielleicht überübermorgen auch davon lösen will.

Und nu? Die Anbindung zwischen SSL und Ableton Live ist für die Zielgruppe eine grandiose Sache, das Remixen und Umarrangieren, das eigentliche Performen rückt immer weiter in den Vordergrund, und auch in umgekehrter Richtung ist die Kombination aus Livemix und nachträglichen Tweaks bei Mixtapes nicht ohne Reiz. Haken 1: Ohne Vollversion von Ableton Live geht nix, und die kostet 299 Euro. Die "kleine" Version für 99 Euro, die eher auf Editing und Remixing ausgerichtet ist als aufs Produzieren, kommuniziert null mit SSL. Haken 2: Um die Gegenrichtung für Mixes ausgiebig zu nutzen, braucht man obendrein entsprechende Mixer- oder Controller-Hardware. Das sind beides keine KO-Kriterien, machen das Thema für mich aber erstmal uninteressant.

Schauen wir doch mal, was meine Kriterien für meinen Geldbeutel bedeuten.

Sagen wir: Ich will grundsätzlich mehr als zwei Decks nutzen können. (Hierfür ignorieren wir mal, dass mein geliebter Mixer, der DJM-909, nur zwei vollwertige und einen simplen dritten Kanal hat.) Außerdem wünsche ich mir vielleicht ein paar interne, Remix-orientierte Effekte, die ich unabhängig vom Mischpult überall nutzen kann.

Für ein drittes Deck in SSL bräuchte ich schon das SL-3 Interface statt meinem SL-1, Straßenpreis deutlich über € 750. Für ganze vier Decks führt anscheinend noch nichts an Ranes neuem Monster-Mixer Sixty-Eight vorbei, der sicher ein herrliches Spielzeug ist, aber bei 2700 US-Dollar ansetzt und damit in einer komplett anderen Liga spielt.

Traktor Scratch Pro mit vollen 4 Decks, der hochwertigeren Hardware und vielseitigeren Software kostet da draußen zwischen 550 und 570 Euro. (Es gibt sogar eine Edu-Version für deutlich unter € 500.) Für solche Summen vertickt Rane immer noch die olle zweikanalige SL-1 Hardware, während Traktor Scratch Duo mit dazu vergleichbaren Features wiederum gerade mal 333 Euro kostet.

So sieht das wohl aus, wenn man sich zu lange auf seinen Loorbeeren und den Versäumnissen der Konkurrenz ausruht. Featuretechnisch hinkt auch die neueste Inkarnation von SSL in Soft- und Hardware in fast allen Aspekten der Konkurrenz von NI hinterher, wenn auch nicht mehr so meilenweit wie zuvor. Ich konnte jetzt ein bisschen mit der Beta von SSL 2.0 spielen, und das bewegt sich schon alles in die richtige Richtung (weniger starres GUI-Layout und ein paar – auf den ersten Blick noch etwas hölzern wirkende – Effekte) - aber halt zu langsam.

Ist ja auch okay, niemand muss einen Sync-Button, 20+ Effekte oder sonstwas benutzen, um ein geiler DJ zu sein. Ganz sicher nicht. Aber anbieten könnte man es ja trotzdem. Der gefühlte Vorsprung in Stabilität und Verlässlichkeit wird SSL bei dieser zwanghaft auf "premium" getrimmten Preispolitik wahrscheinlich auch nicht ewig den Arsch retten.

Dienstag, 12. Januar 2010

Who da biggest?

Heute geil: