Montag, 26. Mai 2008

Stakka Bo - The Great Blondino

Erinnert sich noch jemand an Stakka Bo? Nein? Der hatte 1993 mit "Here We Go" mal einen etwas zappeligen Konsumkritikhit. Danach ist er offenbar ziemlich weit hinten in der Schublade für One-Hit-Wonder verschollen.

Was ich sogar selbst für die letzten zwei, drei Jahre völlig vergessen hatte, bis gestern: Sein zweites Album "The Great Blondino" (1995) ist fan-tas-tisch. Etwas verträumter, aber aufgeräumter TripHop gone Pop für alle Lebenslagen und mit wirklich prima Songs. Hier der Titeltrack:



Auch "Softroom" stammt von besagtem Album. Auch sehr schön.

Obendrein gibt es sogar noch mehr unnützes Wissen, denn Stakka Bo, bürgerlich Johan Renck, ist inzwischen ein gar nicht so unwichtiger Musikvideoregisseur, u.a. für:

Madonna (Nothing Really Matters, Hung Up), Suede (She's In Fashion), All Saints (Black Coffee), New Order (Crystal, Krafty), Kylie Minogue (Love At First Sight), Beyoncé (Me, Myself And I), The Streets (Dry Your Eyes) und Robbie Williams (Tripping)
(Quelle, IMDB)


Dankesehr, weitermachen – ich drück auf Repeat.

Grand-Prix-Content 2008

Nur soviel: Wieso, zum Teufel, konnte Sebastian Tellier für Frankreich nur den 19. Platz (in Worten: Neunzehn!) erreichen? Das Lied, naja, aber für den Auftritt gibt es von mir hiermit die Aphex-Twin-Ehrenmedaille. Groß.

Das hätte auch gerne länger dauern können

Ach ja, ich bin übrigens wieder in Hamburg.

Stuttgart war toll: Eine rappelvolle Freitagnacht im Romy S. mit Ram und Emilio und dem wohl längsten Deutschrap-Clubset, das ich jemals feiern durfte (Fehdehandschuh!), eine laute Samstagnacht, drei Stockwerke unter der Erde im amtlich gefüllten und vor allem sehr angenehmen Tonstudio, und dazwischen reichlich Kaffee, Eier im Glas und Feuersee-Freaks. Aber das würde jetzt zu weit führen. Nur soviel: Bisher dachte ich immer, Omas, die Männer mit Regenschirmen kloppen, gibt es nur in Comics.

Weil ich es mal wieder geschafft habe, kein einziges Foto zu machen, muss als Symbolfoto dieser Screenshot von Emilios Myspace-Seite reichen, der sich sogar die Mühe gemacht hat, das Foto zu spiegeln, damit man uns auch nicht verwechselt.



(Im Original übrigens hierher.)

Danke! Danke, Emil für Einladung und Gastfreundschaft und Musik und eingelegte Paprika, Olli für Gesellschaft am Freitagabend und an Razor, Homes und den Tuttlingen-Mob fürs Rumkommen im Tonstudio. Auf bald.

Freitag, 23. Mai 2008

Ho, Ho, Ho

Am Haus schräg gegenüber hängt so ein kletternder Weihnachtsmann aus dem Fenster. Irgendwer ist hier im falschen Film.

Mein Film geht heute so: Gewuselt, gepackt, literweise Kaffee inhaliert und jetzt gleich in Richtung Flughafen. 19.40h lande ich auf schwäbischem Boden, um mir anschließend das Wochenende mit netten Menschen um die Ohren zu schlagen. Klingt für mich nach einem guten Plan.

Schüss!

Zelten mit The Prodigy

Do the Dance!



(via, Original)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Hund nervt?

Einfach einlagern:

Hund

(Quelle: Flyer von Selfstorage – Dein Lagerraum)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Das Gegenteil von gut

Was für eine bescheuerte Idee: Der Literaturdöner!

Reclam möchte nämlich jetzt "die Generation Youtube ansprechen" und hatte dazu mit JvM Neckar einen crazy zielgruppengerechten Einfall: "Statt des bekannten Fleischspießes dreht sich auf der Internetseite ein Döner aus Zitaten ausgewählter Werke." Man kann sich auch, voll cool, einen eigenen Döner zusammenstellen. Da müssen die jungen Leute ja ausflippen vor Hipness.

(via)

FlowinImmo Livemitschnitt

Das nenne ich mal Service: Das komplette Hamburg-Konzert, neulich im Logo, von FlowinImmo & Les Freaqz, hier im Tourblog in Bild und Ton. Inklusive Support, also bitte Ryoma gucken!

Sparring III - Das Festival

Für alle, die es noch nicht gelesen haben, für alle Nichtkölner und alle Kölner, die lieber zuhause bleiben: mixeryrawdeluxe.tv überträgt heute die verspätete Releaseparty von Olli Banjo, u.a. mit Marteria, Huss & Hodn, Laas Unltd. und vielen mehr. Alle Infos dazu hier. Online-TV-Raps!

Dienstag, 20. Mai 2008

Links! Rechts!

Braucht eigentlich irgendwer ein gebrauchtes aber brav funktionierendes Navigationssystem? Ich hätte da eins. Bitte melden.

Es kann so einfach sein

Habt alle viel Spaß bei Masta Ace. Mir reicht heute ne heiße Pizza, "Rising Down" und zwei neue Folgen House. Gute Sache.

Noch besser: Am Donnerstag bekommen wir endlich wieder Sitzmöbel fürs Wohnzimmer. Und am Freitag geht's für ein Wochenende nach Stuttgart, auf Einladung von Emilio. Me likey.

Kweli kommt

Und zwar schon bald:

talib kweli
talib kweli

Montag, 19. Mai 2008

Musikgeschichte revisited

Hihi. Apropos Shantel.

BILD.de sagte er: „Balkan-Pop ist mehr als ein Modetrend, es ist die größte musikalischen (sic!) Revolution seit Punk-Rock in den 70-ern. “


So schaut's nämlich aus.

Nur ein paar Eier ausleihen

Die Tatsache, dass das 15 Millionen Dollar teure Eins-zu-Eins-Remake von Funny Games demnächst auch in die deutschen Kinos kommt, nutze ich nur eben kurz für einen Reminder: Wer das österreichische Original noch nicht kennt, sollte sich warm anziehen, für den Rest des Abends keine Pläne machen und sich die ursprüngliche Version auf DVD anschauen. Das dürfte ausreichend entsetzlich sein. Und wahrscheinlich auch die überzeugendere Besetzung.

Crowdsourcing: Telefon-Kaufberatung

Irgendwann ist es soweit, da brauche ich ein neues Mobilfunktelefon (dt.: Handy). Und da es davon auf der Welt so unfassbar viele gibt, bitte ich hiermit die Intelligenz der Masse um beratende Hilfe. Bitte beratet mich. Schlagt mir tolle Telefone vor, die ihr besitzt oder kennt und die zu folgenden Punkten passen:

– Ich möchte endlich anständig Musik hören können. Das bedeutet:
–– ausreichend Speicherplatz
–– möglichst keine Festplatte, sowas geht nur kaputt
–– ein anständig bedienbarer Player mit Equalizer/Soundoptionen
–– Anschluss für einen Kopfhörer über Miniklinke! (notfalls Adapter)

– es kann Bluetooth

– es hat einen Terminkalender

– es steht in dieser Liste und kann sich mit einem Mac via iSync unterhalten (oder kann sonstwie auf Knopfdruck Kontakte und Termine mit einem Mac austauschen, eigene Software für OS X gibt Pluspunkte)

– ebenfalls Pluspunkte, wenn ich irgendwie komfortabel Musik draufschieben kann (Tipp: Jede Datei einzeln per Bluetooth gilt nicht als komfortabel)

– es ist noch neu erhältlich (1), z.B. bei Ebay-Händlern, und bezahlbar. Zum Vergleich: Einen 4GB iPod Nano bekommt man ab ca. 100 €, andere Player entsprechend günstiger, ein brauchbares Nur-Telefon auch schon fürs gleiche Geld. Das gilt es zu unterbieten.

– es ist merklich kleiner als ein 9300i (das ist einfach)

– vom Telefonieren erwarte ich nur Standards, MMS benutze ich nicht, ein Lautsprecher wäre nett, eine Kamera auch

– Internet/Email-Funktionalität ist zweit- bis drittrangig, Java-Programme sollten aber laufen


Gibt es sowas? Was ist dope? Was ist toll für mich? Sachdienliche Hinweise bitte in die Kommentare oder an me (ät) djmasterquest (punkt) de. Der siegreiche Tippgeber gewinnt irgendwann ein CD-Geschenkpaket meiner Wahl, versprochen!

(1) EDIT: Ohne Vertrag! Ich möchte meinen aktuellen Vertrag (Base) eigentlich ganz gerne behalten, also kein Providerwechsel o.Ä.

41.000 Euro und ein Verlobungsring

Ich warte ja schon ebenso lange wie vergeblich darauf, dass sich endlich ein deutscher Rapper als schwul outet. Aber Pustekuchen. Was bekommt man stattdessen? Die BILD outet einen DSDS-Kandidaten, um gleich am nächsten Tag betroffen über den Libanesen zu berichten: "Jetzt muss er um sein Leben bangen". Schlagzeilen und Bedrohungen, einfach selbst gestrickt.

So ähnlich geht es jetzt auch Sabrina Setlur: Zuerst behauptet eine Frau Linsenhoff, ehemalige Nachbarin und Zahnärztin von Sabs, dass Sabrina ihr noch 41.000 Euro schulde und völlig pleite ist. MTV.de berichtet das z.B. schon am 11. Mai. Ein paar Tage später kommt dann das Top-Nachrichtenportal von Guten Abend RTL Hessen mit einem Videobeitrag um die Ecke (1), in dem Frau Linsenhoff noch etwas eingefallen ist, dazu musste sie vermutlich etwas länger überlegen: Die ehemalige Schwester S sei lesbisch, die beiden seien verlobt gewesen, wollten auf Malle heiraten, alles ganz schlimm, alles ganz enttäuschend. Diesen Mumpitz scheint aber nicht mal die BILD zu glauben. Oder es nimmt einfach niemand wahr, was auf rtlhessen.de so verbreitet wird.

Bleibt wohl nur die Hoffnung, dass vielleicht Lady Bitch Ray schwul ist.

(1: via Falk, Danke!)

Sonntag, 18. Mai 2008

Abgang

Viertel vor fünf, Bucovina Club. Shantel packt seine Sachen, legt eine Mix-CD ein, geht von der Bühne und verlässt mit Gage und Koffer den Club. Zurück lässt er geschätzte 100 Leute auf der Tanzfläche, die erst nach und nach kapieren, dass der Mann wohl heute nicht zurückkommt. Man kann es so schön einfach haben als DJ Entertainer.

Ich hingegen habe nebenan 6 Stunden lang aufgelegt, also so richtig, und bis auf die Frau, die fand, "Lenny Kravitz würde jetzt doch gut passen", war auch alles toll. Danke für die Nudeln und die vielen Props – und jetzt muss ich mich erstmal weiter ausruhen.

Freitag, 16. Mai 2008

Live im Kraftwerk - letzter Teil

So. Um den Versuch einer Kraftwerk-Themenwoche hier würdig zu Ende zu bringen, habe ich noch ein paar charmante Liveschnipsel gesammelt, die aus der klassischen Kraftwerk-Phase stammen, als nur noch elektronische Instrumente eine Rolle spielten, sprich: Ab "Autobahn".

Das spielten sie damals auch als konzentrierte junge Herren in Anzügen bei Top of the Pops in England. Achtung, totaler Synth-Pr0n und Geek-Alarm, spätestens bei den stark nach Alufolie aussehenden elektronischen Drumkits:


Zur Veröffentlichung von "Mensch-Maschine" besuchten Ralf, Florian, Karl und Wolfgang die Sendung "Rock-Pop" im ZDF, deren Moderator sich sehr darum bemüht, alles unter Rockmusik einzusortieren – mit den frühen Roboterpuppen und einer perfekt ausdrucklosen Performance.


Youtube bietet noch massig Konzertausschnitte, gerade jüngeren Datums, die sich aber immer mehr gleichen: Das Equipment wird letztlich auf Laptops und wenige Controller eingedampft, und wenn man Pech hat, stehen da noch nicht mal Menschen, wie z.B. beim Opener vom SonneMondSterne 2006. Und gejubelt wird trotzdem. Hübsch anzusehen ist "Aerodynamik", 2003 bei den MTV EMAs, und auf jeden Fall lohnt sich die Anschaffung von "Minimum-Maximum": Die Liveversionen von der 2005er-Tour sind viel schöner modernisiert als die Remixe von 1991, und auch die DVD scheint sehr aufwändig gemacht.

Als Rausschmeißer gibt es aber meinen Lieblingsclip: 1981 in Utrecht wagt die Band sich, bewaffnet mit lustigen kleinen Gerätschaften, tatsächlich an den Bühnenrand, um "Pocket Calculator" zu spielen, und, man glaubt es kaum: Sie bewegen sich! Sie tanzen und zappeln! Und manchmal, ganz versehentlich, sieht man sogar ein Grinsen. Toll, oder?


(Bonustrack: Schweizer Fernsehmenschen sprechen von "chnöpfli-drückenden Musikern" und unterhalten sich mit Robotern, die für 1992 eine neue Platte ankündigen. Auch interessant.)

Bisherige Kraftwerk-Posts: 0, 1, 2, 3.

In Soviet Russia, screw drives YOU!



Überschrift und Content von hier geklaut. Ob ich das mit meinem Führerschein fahren darf?

Bacon – I call it God's currency

Schön und lehrreich: Der Tour-Rider der Foo Fighters. (Fortsetzung des noch viel besseren Iggy-Pop-Riders, der vor geraumer Zeit mal kursierte.)

(via)